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MEINE ERFAHRUNGEN: Jan Pahl Aktienempfehlungen

Depotstudent Dominik
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Für die einen ist die Börse absolute Tabu-Zone, für die anderen ein Marktplatz für schnelles Geld. Letztere vertrauen weniger ihren eigenen Erfahrungen und Talenten, und mehr den Börsenbriefen so mancher Zeitgenossen.

Die Herausgeber von Börsenbriefen wissen, was gefragt ist und stellen teils Gewinne in 2- und 3-stelliger Prozentzahl in Aussicht. Den eigenen Aussagen nach würden die Börsenbrief-Initiatoren diese Erträge selbst einfahren und lassen ihre Kunden an ihrem Wissen teilhaben, damit diese ebenfalls profitieren – so viel zur Theorie.

In diesem Erfahrungsbericht geht es um einen Herrn Jan Pahl, der sich als Finanzjournalist und Börsenexperten bezeichnet. Seiner Meinung nach liegt das Geld auf der Straße, man müsse es nur aufheben.

… und damit keiner danebengreift, hat Jan Pahl seine Börsenbriefe mit praktischen Anleitungen versehen.

Meinen Erfahrungen entsprechend sind zum Engagement an der Börse Geduld, Disziplin und Ausdauer erforderlich – aber vielleicht gibt es zu dieser Regel ja eine Ausnahme. Auf dies zumindest lässt die Vermarktung von Jan Pahl hoffen.

Wie immer überlasse ich Dir die finale Bewertung meiner Ansichten und die Bewertung des hier vorgestellten Angebots.

Wer ist Jan Pahl?

Die Eingabe dieser Frage in Deine Suchmaschine führt nicht sehr weit, denn es gibt über den Herrn nur wenige Informationen. Den einzigen Hinweis fand ich bei Wikipedia. Der entsprechende Artikel verknüpfte Jan Pahl mit einem Börsenspekulanten, Börsenbrief- und Buchautor namens Markus Frick.

Hier ein kurzer Abriss des Werdegangs von Jan Pahl:

Bürgerliche Verhältnisse, während der Ausbildung die Leidenschaft für die Börse entdeckt, bereits als Heranwachsender erste Erfahrungen in Erfolge umgewandelt. An Markus Frick hatte der angehende Börsenexperte jedoch besonderes Interesse. Frick war mit 29 Jahren bereits erfolgreicher Autor und stand aufgrund seiner Spekulationstalente im Fokus der Medien.

Jan Pahl erreicht seine Zielgruppe über den PID Plata Informations-Dienst mit Sitz in Berlin – hier war Markus Frick ehemals der Geschäftsführer.

Seit Oktober 2007 ermittelte die Staatsanwaltschaft Berlin gegen Markus Frick wegen einer Reihe von Gesetzesbrüchen. Zentraler Punkt der Ermittlungen war die Verletzung des Wertpapierhandelsgesetzes in Form von Kursmanipulation.

Die Verdachtsfälle häuften sich und wurden durch den Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs ergänzt. Verurteilt wurde Markus Frick mehrmals zu Geldstrafen und 2014 zu 2 Jahren und 7 Monaten Gefängnis.

Auf einer Unterseite von anwalt.de gibt es dabei folgende Infos zur PID GmbH, die sehr zur Vorsicht anregen:

“Die PID Plata Informations Dienst GmbH, vertreten durch die Geschäftsführerin Verena Hoffmann, Gneiststraße 14, 14193 Berlin betreibt die Portale Rohstoffraketen.de und MoneyMoney.de und versucht damit, Börseninteressierte und Kleinanleger in eine kostenpflichtige Abofalle zu locken. Als Lockvogel dient dabei ein günstiges Probeabo, welches mangels Kündigung in einen teuren Langzeitverlag mündet. Diese Klausel ist – natürlich – gut und sicher in den AGB versteckt.”

Schauen wir uns nun die Website von Jan Pahl mal genauer an.

Meine Erfahrungen mit dem Webauftritt von Jan Pahl

Ohne Kritik üben zu wollen, kann ich die Internetpräsenz des Herrn nicht anders als knapp bemessen und bescheiden konzipiert beschreiben.

Bereits im oberen Teil der Startseite kommt Jan Pahl zur Sache und fordert zum Börsenbrief-Test auf. Ein Klick auf die entsprechende Schaltfläche bringt Dich zu einer Unterseite, welche Dir die Vorteile des LIVE Börsenbriefs aus dem Hause Pahl näher bringt.

Sinngemäß soll die Lektüre dieses Börsenbriefs mehr als das Lesen aller verfügbaren Mitbewerber-Produkte bringen. In täglich nur 7 Minuten erfährst Du alles Wissenswerte für hohe Gewinne an der Börse – so zumindest das Versprechen.

Unabhängig vom aktuellen Aufenthaltsort erreicht Dich der Börsenbrief von Jan Pahl per Desktop Computer, Notebook oder Smartphone.

Bescheiden im Auftritt, aber stark in der Wortwahl – Jan Pahl scheint zu wissen, wie er Anleger für sich begeistern und gewinnen kann.

Zur Börsenbrief-Bestellung sind persönliche Daten in eine Maske einzugeben, darunter sollst Du Dich für ein Abo-Angebot entscheiden. Jetzt bist Du beim Kerngeschäft des Herrn Pahl angekommen.

Die Wahl ist auf das 24-Monate-Abo eingestellt, zum stolzen Preis von 1.888,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Alternativ werden 12 Monate Börsenbrief für 950,00 Euro in Option gestellt.

Unterhalb davon sind die AGB mitsamt Ersteller erwähnt und es fällt auf, dass es sich um eine bereits bekannte Firma handelt. Die PID Plata Informations-Dienst GmbH mit Sitz in Berlin.

Meinen Erfahrungen entsprechend werden die AGB von vielen Interessenten, wenn überhaupt, nur flüchtig wahrgenommen. Bei der Webseite von Jan Pahl empfehle ich explizit die gründliche Lektüre, damit nichts passiert, womit Du nicht gerechnet hättest und damit Du keine schlechten Erfahrungen machst, weil Du die AGB nicht kanntest.

So verteuert sich beispielsweise der Börsenbrief erheblich, wenn aufgrund des knappen Budgets monatliche Zahlung gewählt wird.

Aus 1.888 Euro für das 2-Jahres-Abo werden dann ganze 3096,00 Euro.

Der Börsendienst Money Money kann in Kombination mit dem LIVE Börsenbrief für 3 Monate mit 699 Euro Vorauszahlung bestellt werden.

Die Kombination kostet für 12 Monate 1876,00 Euro im Voraus, bei monatlicher Zahlungsweise werden daraus 2376,00 Euro.

Vorsicht geboten ist auch beim Wechselspiel der Zuständigkeit. Einmal gelten die AGB von PID Plata, ein andermal die von Money Money und manchmal die der Webseite von Jan Pahl.

Vorsicht auch beim Probe-Abo

Als Neukunde darfst Du oder kannst Du ein Probe-Abonnement für 30 Tage bestellen, jedoch nur eines pro Haushalt. Aber Achtung: Aus dem 30-Tage-Abo wird automatisch ein Jahres-Abonnement zum Preis von 975 Euro, sofern die fristgerechte Kündigung ausbleibt.

Dieser uralte “Kniff” scheint immer noch zu funktionieren, weil viele Leser nicht daran denken, dass kostenfreie Börsenbriefe gekündigt werden müssen. Also: Aufpassen, wenn Du nicht aus allen Wolken fallen möchtest, wenn plötzlich per E-Mail die Kontodaten für Lastschriftverfahren abgefragt oder umfangreiche Rechnungen verschickt werden.

Die Kündigung muss 14 Tage vor Ende des Probe-Abos schriftlich an service@janpahl.de oder PID Plata Berlin, Gneisstr. 14 geschickt werden.

Ein Tipp: Warte mit der Kündigung nicht bis zu lange, denn die Gegenseite lässt sich mit der Bestätigung bis zu einer Woche Zeit.

Schauen wir uns aber das Angebot einmal genauer an:

Das Börsenbrief-Angebot von Jan Pahl aus meiner Sicht

An jedem Börsentag bekommst Du eine E-Mail, aus welcher hervorgeht, in welche Werte Jan Pahl heute investiert oder abstößt. Du solltest alle Transaktionen 1:1 im eigenen Depot nachbilden, um die gleichen Erträge zu erzielen.

Zudem verspricht Dir Jan Pahl fast schon “traumhafte” Gewinne, wenn Du die gleichen Hebelscheine wie er mit Limit erwirbst und ins Depot einfügst.

Dass Du mit der Nachbildung des Jan Pahl Musterdepots den DAX 20-fach schlagen kannst, halte ich für eine stark übertriebene Aussage.

Über den Börsenbrief hinaus kannst Du von der Erfahrung des selbst ernannten Experten profitieren, indem Du das kostenfreie E-Mail Telegramm anforderst. Was sich dahinter verbirgt, kannst Du mit einem Klick selbst herausfinden.

Wenn Du allerdings den täglichen Börsenbrief abonnieren möchtest und auf die entsprechende Schaltfläche klickst, passiert das:

Unter dem Menüpunkt „1000 % Gewinn für Ihr Depot“ wird dieses Angebot ersichtlich:

Und hier:

Und hier:

Ähnliches passiert beim Klick auf diesen Menüpunkt:

Und hier:

Was ist denn da los?

Welche Erfahrungen haben andere mit Jan Pahl gemacht?

In Foren sind die Erfahrungen überwiegend negativer Natur, dort heißt es zum Beispiel:

“ich habe mir den Life Börsenbrief von Jan Pahl gegönnt. Der Schreiber ist an Ahnungslosigkeit kaum zu überbiete. Wenn er im Minus ist verkauft er einfach und schreibt dann wie toll er war dass er mit minus 50 % verkauft hat da der Schein noch weiter gefallen ist. Es ist nicht nachvollziehbar ob überhaupt gekauft wurde. Keine Angaben zur Stückzahl usw. Also Finger weg von Pahl uns seinen Freunden.”

Inwieweit diese negative Erfahrung repräsentativ ist, kann natürlich kaum beurteilt werden.

Leider ist dieser Nutzer-Brief jedoch nicht der einzige, es gibt eine ganze Reihe von von Kommentaren enttäuschter und wütender Anleger.

Wenn Du selbst Erfahrungen mit Jan Pahl gemacht hast, schreibe es gerne in die Kommentare!

Meine Alternativ-Empfehlung für Dich

Es gibt meiner Meinung nach nicht viele Anbieter auf dem deutschen Markt, denen man vertrauen kann und die seriöses und handfestes Wissen vermitteln.

Wer sich am Aktienmarkt engagieren möchte, braucht dafür “ein anderes Kaliber” als Börsenbriefe mit großen Versprechen.

Was dabei gut zu wissen ist: Es gibt staatlich anerkannte und zugelassene Programme für den Aktienhandel.

Dort lehren Menschen mit echter Praxiserfahrung, wie man erfolgreich am Aktienmarkt agiert.

Das sind keine “schnell reich werden”-Systeme wie es bei vielen anderen Angeboten den Anschein macht – wenn “schnell und ohne Aufwand reich werden” also Dein Ansatz ist, ist ein solches Programm nichts für Dich.

Wenn Deine Erwartungshaltung stimmt und Du Dir solides Können aneignen möchtest, empfehle ich Dir das folgende Programm auf jeden Fall.

Schaue Dir gerne folgendes Angebot an: Link zum staatlich anerkannten Programm für Aktienhandel

Programm für den Aktienhandel - staatlich anerkannt und zugelassen
Programm für den Aktienhandel – staatlich anerkannt und zugelassen

Melde Dich bei Interesse unbedingt zum kostenlosen Webinar an. Dort gibt es wertvolle Informationen und erste Einblicke in die spannende Welt des Aktienhandels.

Du wirst schnell merken, dass es sich hierbei um einen guten und seriösen Anbieter handelt.

Tipp: Ich habe einen ausführlichen Erfahrungsbericht zu diesem Programm verfasst – lies ihn Dir gerne durch!

Ich bin davon überzeugt, dass man durch echtes Praxiswissen erfolgreich an der Börse sein kann. Von Börsenbriefen mit großen Versprechen halte ich dagegen sehr wenig.

Dein Depotstudent Dominik

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Ein Kommentar

  1. Ich habe 1 Jahr den Börsenbrief von Jan Pahl bezogen. Es ist sehr viel mehr Schein als Sein. Wenn Aktien im Musterdepot im Minus sind werden diese irgendwann verkauft und tauchen nicht mehr in der Statistik auf… bis nur noch positive Werte im Depot sind.. Augenwischerei hoch 1000000000… Desweiteren werden ständig Aktien/Hebelscheine außerhalb des Musterdepot empfohlen.. wenn eine Empfehlung mal steigt, wird sofort geschrieben wie überragend die Empfehlung war… die negativen Empfehlungen werden nie wieder erwähnt…

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