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Studium – Finanzen immer im Griff

Frau Brille
Depotstudent Dominik
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Für einen Studenten gibt es zwei wichtige Themen: Klausuren und das liebe Geld. Beneidenswert ist, wer in beiden Bereichen alles im Griff hat. Kritisch wird es, wenn hingegen eines der beiden aus dem Ruder läuft. Dabei blicken selbstverständlich viele auf die Lebenskünstler, die stets gut vorbereitet zu den Prüfungen kommen und zeitgleich das Leben in vollen Zügen genießen, ohne ständig jeden Euro im Auge behalten zu müssen. Der «Struggle» muss jedoch nicht sein. Denn selbst die wenig gefüllte Studentenkasse kann mit einigen Tricks auf einem vernünftigen Niveau gehalten werden und noch Flexibilität bereithalten, zu investieren.

Für viele beginnt nach der Schulzeit nicht gleich die Phase als Angestellter in einem Betrieb. Viel mehr entscheiden Sie sich bewusst für ein Studium. Doch die Umstellung bringt viele Veränderungen mit sich. Vor allem, wenn die Uni in einer anderen Stadt ist. Das fördert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern bringt finanziell einen hohen Aufwand mit sich. Schließlich wird meist das erste Mal das Elternhaus verlassen. Das ist eine große Herausforderung. Insbesondere für junge Menschen, die nicht gewohnt sind, mit all den Kosten des Lebens klarzukommen und bisher in ihren Möglichkeiten zur Investion frei waren.

Kosten für das Leben im Blick behalten

Somit gilt es den finanziellen Aufwand klar zu berechnen. Wer folglich auf das Geld achten muss, ist gut beraten, sich Alternativen zu suchen. So spart etwa das Wohnen in der Nähe zur Uni bereits viel Bares. Hinzukommt, dass die eigenen vier Wände zwar ein wunderbares Gefühl von Freiheit bieten, zeitgleich jedoch die teuerste Möglichkeit sind, zu wohnen. Eine Wohngemeinschaft ist insofern eine interessante Option. Schließlich spart der Studierende so nicht nur Geld, sondern ebenso bringt das soziale Vorteile mit sich. Neulingen finden etwa leichter Anschluss oder man profitiert vom gemeinsamen lernen.

Bevor sich hierüber jedoch konkret Gedanken gemacht werden kann, muss der individuelle finanzielle Spielraum bekannt sein. Meist wissen angehende Studenten überhaupt nicht, was auf sie zukommt. Schließlich haben im Regelfall die Eltern sämtliche Rechnungen bisher übernommen und sich um die Details gekümmert. Hilfreich ist insofern eine Aufstellung von Ausgaben und Einnahmen. Hier kann etwa eine professionelle Finanzsoftware helfen. Doch auch, wer dies händisch machen möchte, kommt zu dem gewünschten Ergebnis.

Bei den Kosten gilt es zwingend folgende Punkte zu berechnen:

  • Aufwendungen für Nahrungsmittel
  • Mobilfunkvertrag
  • Aufwendungen für Sportverein und Freizeit
  • Kfz-Versicherung sowie Spritkosten
  • Investitionen in die Zukunft – wie etwa Wertpapiere
  • Krankenversicherung – private oder gesetzliche
  • weitere Versicherungen

Diese Ausgaben können variieren. Dennoch ist es wichtig, sie akkurat zusammenzustellen. Anschließend gilt es das Einkommen zu kalkulieren.

Hier sind vor allem Folgende wichtig:

  • monatliche Unterstützung der Eltern
  • Nebenjob
  • BaföG

Diese werden addiert und dann den Aufwendungen gegenübergestellt. Damit erhält der angehende Student bereits einen guten Überblick über den möglichen finanziellen Rahmen. Anschließend gilt es noch herauszufinden, ob in dem Bundesland keine Studiengebühren anfallen. Dies kann leicht via Hochschulkompass geprüft werden. Dennoch kommen beim Studium Kosten hinzu – die Semesterbeiträge. Hierzu zählen:

  • Semestertickets
  • Studentenschaft
  • Studentenwerk

Die Höhe kann deutlich variieren. Dennoch sind Beträge von 250 Euro nicht selten. Darüber hinaus gilt es, mögliche Wertpapierdepots und andere Investitionen nicht aus den Augen zu verlieren. Schließlich soll der Grundstein, den man sich bereits gelegt hat, mit dem Studium nicht verloren gehen. Wer noch nicht investiert, sollte sich ebenfalls spätestens jetzt mit dem Thema auseinandersetzen.

Um im Übrigen allen Kosten auf die Spur zu kommen, ist ein Haushaltsbuch wichtig. Ordentlich gepflegt, gibt es Aufschluss darüber, in welche Kanäle das zur Verfügung stehende Geld fließt. Denn meist sind es die kleinen Dinge, die auf Dauer große Löcher in die Studentenkasse reißen. Zudem bringt das Führen eines Haushaltsbuches eine gewisse Planungssicherheit. Dabei muss der Studierende nicht zwingend auf digitale Lösungen setzen. Es reicht ein kariertes Notizbuch. Hier können Einnahmen und Ausgaben immer schnell vermerkt werden. Am Monatsende erfolgt dann eine Abrechnung, die klar zeigt, wie es um die Finanzen steht.

Sind alle Kosten aufgeschlüsselt und die Erträge bewusst, ist anschließend auch die Entscheidung über die zukünftige Wohnsituation schnell getroffen. Werden es die eigenen vier Wände, die Wohngemeinschaft oder geht es gar in ein Studentenheim? Jede dieser Optionen hat ihre Vor- und Nachteile. Wer hier einen finanziellen Spielraum hat, kann zudem so entscheiden, wie es seiner Natur entspricht. Denn manch einer lebt schlicht gerne alleine und in Ruhe und andere wiederum bevorzugen die Gemeinschaft.

Hinzukommt die Frage nach der Krankenversicherung. Spätestens jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, sich über diese Gedanken zu machen. Denn bisher war der angehende Student im Regelfall über die Familienversicherung der Eltern krankenversichert. Nun, mit dem neuen Lebensabschnitt allerdings, steht die Entscheidung, ob der Studierende nicht den Schritt hin zu einer privaten Krankenversicherung anstrebt. Auch hier stehen die monatlichen Kosten selbstverständlich im Fokus. Dennoch ist jetzt die Möglichkeit gegeben, sich zwischen der Gesetzlichen und der Privaten zu entscheiden. Insbesondere Letzter bietet viele Extras, hochwertige Leistungen, Freiheit bei der Leistungswahl sowie absolute Sicherheit im Auslandssemester.

In jedem Fall sollte die Entscheidung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten getroffen werden. Neben all den Aufgaben und Verpflichtungen als Student, ist es schlicht nicht ratsam, auch noch in finanzielle Schieflage zu geraten. Wichtig ist zudem, für die „bessere“ Wohnsituation nicht auf die Vorteile einer privaten Krankenversicherung oder gar der Möglichkeit, Investitionen zu tätigen, zu verzichten.

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