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Wann und für wen ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

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Der ETF-Sparplan wird von immer mehr Menschen für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge in Betracht gezogen. Im nachfolgenden Beitrag erkläre ich Dir, für wen ein ETF-Sparplan Sinn ergibt und wann er idealerweise eingerichtet wird. Zudem beantwortet der Artikel die Fragen:

  • Welche Assetklasse ist beim ETF-Sparplan sinnvoll?
  • Für welchen Anlegertyp macht ein ETF-Sparplan Sinn?
  • Mit welchem Anlagehorizont ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

Natürlich werden in diesem Beitrag auch mit dem ETF-Sparplan verbundene Risiken erläutert und erklärt, warum er für manche Leute nicht das ideale Instrument ist. Letztlich beschreibe ich, wie Du die Rendite bei Deinem ETF-Sparplan durch sorgfältige Anbieter-Auswahl optimieren kannst.

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Wenn Du Dich für einen ETF-Sparplan interessierst, benötigst Du einen Brokerage Anbieter und ein Depot. Beides findest Du sehr häufig bei online agierenden Direktbanken. Du entscheidest Dich für eine monatliche Sparrate, die optimale Laufzeit und eine Anlageklasse, mit welcher sich Dein Anlageziel erreichen lässt.

Von der monatlichen Sparrate erwirbt Dein Broker ETF-Anteile zum Tageskurs. Bei niedriger Notierung werden mehr Anteile gekauft, bei aktuell hohem Kurs weniger. Auf lange Sicht profitierst Du von durchschnittlichen Kursen.

Für wen ist ein ETF-Sparplan besonders sinnvoll?

Du verfügst über keine größere Summe, die länger entbehrlich wäre und hast die mit dem ETF-Sparplan verbundenen Chancen bereits erkannt. Dank einer festen Anstellung ist es Dir möglich, jeden Monat eine kleine Summe in den Sparplan zu investieren.

Im Idealfall bist Du jung, am Ende Deiner Ausbildung und kannst Deinen ETF-Sparplan viele Jahrzehnte für Dich arbeiten lassen. Du hast ein konkretes Ziel vor Augen und weißt, mit welcher Anlageklasse dieses erreichbar ist. Letztlich kennst Du die mit dem ETF-Sparplan verbundene Flexibilität und hast erkannt, dass keine andere Geldanlage diese Möglichkeiten in Option stellt.

Welche Chancen bietet Dir der ETF-Sparplan?

Geld gewinnbringend anzulegen ist ansonsten nur mit vorhandenem Kapital möglich. Der ETF-Sparplan macht hingegen jeden Arbeitnehmer zum Anleger. Die einzige Voraussetzung ist ein regelmäßiges Einkommen, von welchem Du einen Mindestbetrag ohne Einschränkung des Lebens investieren kannst.

Idealerweise fängst Du als sehr junger Mensch mit kleinen Beträgen an und stockst bei Gehaltserhöhungen die Sparrate auf. Du kannst aber auch mit unveränderten Monatsraten eine größere Summe ansparen, entscheidend ist in jedem Fall die Laufzeit. Später dazu mehr. Wichtig ist, dass die zum Sparen verwendeten Gelder wirklich entbehrlich sind. Sollte der ETF-Sparplan zu Einschränkungen führen, macht das Sparen keine Freude.

Die echte Chance eines ETF-Sparplans liegt jedoch nicht ausschließlich im disziplinierten Sparen, sondern in der optimalen Geldanlage. Du musst eine Anlageklasse wählen, die Deinem Ziel gerecht wird. Wer hohe Rendite erzielen möchte, muss sich für Aktien entscheiden und sollte einen möglichst breit diversifizierten Aktienindex wählen.

Die optimale Streuung schützt vor nationalen oder regionalen Krisen, auf lange Sicht gewährleistet ein Aktienindex attraktive Erträge. Vorbildlich in der Diversifikation ist beispielsweise der MSCI World Aktienindex.

Mit einem ETF auf den Index von Morgan Stanley investierst Du in mehr als 1.650 große und mittlere Unternehmen aus 23 industrialisierten Nationen in 5 globalen Regionen. Die Verteilung der Sparrate auf viele Aktien ist sehr sinnvoll, weil damit das Risiko gesenkt wird.

Gleichzeitig überzeugt der MSCI World als ETF langfristig mit knapp 8 Prozent Rendite. Wenn Du die Chancen eines Aktieninvestments erkannt hast und meinen Ausführungen bis hier zustimmen kannst, ist ein ETF-Sparplan sinnvoll für Dich.

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Ab welcher Monatsrate macht ein ETF-Sparplan Sinn?

Viele Broker bieten den ETF-Sparplan bereits mit Sparraten ab 25 Euro im Monat an. Auf diese Angebote gehe ich später detaillierter ein. Sinnvoll ist aus meiner Sicht, eine mit dem Anlageziel harmonisierende Sparrate.

Setze Dir also ein Ziel, welches Du in 10, 15 oder mehr Jahren erreichen willst und nutze einen online verfügbaren ETF-Sparplan Rechner. Angenommen, Du kannst 100 Euro monatlich in einen Sparplan auf einen MSCI Word ETF investieren und hast 15 Jahre Zeit, darfst Du mit dieser Endsumme rechnen:

  • Knapp 32.000 Euro. Deine Einzahlung würde sich in dem Fall auf 18.000 Euro belaufen.

Dieses Ergebnis konnte ein Sparer bis Ende 2018 erzielen, der am 1. Januar 2004 einen Sparplan auf den MSCI World eingerichtet hatte. Die erheblichen Verluste aus der Finanzkrise trübten dank der langen Laufzeit das Ergebnis nur sehr eingeschränkt.

Die von den Kaufkosten bereinigte durchschnittliche Rendite belief sich auf 7,3 %. Hätte der Sparer bereits 1994 mit identischen Konditionen begonnen, wäre aufgrund der Finanzkrise 2008 die Jahresdurchschnitts Rendite bis 2009 erheblich niedriger gewesen. Mit diesem Beispiel möchte ich Dir einen wichtigen Aspekt beim ETF-Sparplan zeigen:

  • Nach einer großen Krise musst Du dem zugrunde liegenden Aktienindex Zeit zur Erholung lassen und die Laufzeit entsprechend ausdehnen.

Es ergibt zudem Sinn, den ETF-Sparplan auf den MSCI World wesentlich länger als 15 Jahre laufen zu lassen. Schauen wir uns die Erträge bei einer Sparrate von 100 Euro monatlich in verschiedenen Zeiträumen an:

  • Bei einer Laufzeit von 20 Jahren werden aus monatlich 100 Euro stattliche 59.000.
  • Hast Du 30 Jahre Zeit, kommt ein Vermögen von 150.000 Euro zusammen.

Weißt Du, welchem Effekt dieser erhebliche Zuwachs zu verdanken ist und was dafür getan werden muss? Dein ETF auf den MSCI World muss thesaurieren, also die Gewinne jedes Jahres automatisch wieder anlegen. Nur dann kommst Du in den Genuss des exponentiell verlaufenden Zinseszinseffekts und vermehrst Dein Vermögen insbesondere bei langer Laufzeit außerordentlich.

Wählst Du hingegen einen ausschüttenden ETF, werden die Erträge einmal im Jahr dem Depotkonto gut geschrieben und Du kannst sie auf Dein Girokonto überweisen. Ab dem 20. Jahr macht sich der Zinseszinseffekt jährlich stärker bemerkbar, der Rendite-Zuwachs übersteigt die Einzahlungen jedes Jahr deutlicher.

Zusammenfassend kann die Frage, für wen ist ein ETF-Sparplan besonders sinnvoll, wie folgt beantwortet werden:

  • Für einen Berufseinsteiger mit Ziel und diszipliniertem Sparwillen.
  • Erforderlich sind einige Grundkenntnisse in der Anlageklasse Aktien und etwas Wissen über die Vorteile von breit streuenden Aktienindizes.
  • Notwendig sind kleine Summen wie die beispielhaften 100 Euro als monatliche Sparrate und mindestens 15 Jahre Zeit.

Idealerweise läuft der ETF-Sparplan jedoch 20 oder 30 Jahre. Vorteilhaft sind über die Laufzeit steigende Sparraten, damit wird die Inflation ausgeglichen und als Ergebnis steht eine höhere Kaufkraft bei der Endsumme in Aussicht. Wenn Dir alle Kriterien bekannt sind und Du ihnen entsprechen kannst, ergibt der ETF-Sparplan für Dich viel Sinn.

Für wen ist der ETF-Sparplan weniger sinnvoll?

Wenn Du aus kleinen Monatsraten innerhalb von maximal 5 Jahren eine stattliche Summe machen willst, ist der ETF-Sparplan das falsche Instrument. In 5 Jahren würdest Du 6.000 Euro einzahlen und könntest danach mit Glück knapp 7.400 Euro Dein Eigen nennen. Der ETF-Sparplan ist seitens der Wertentwicklung ein Langläufer und kein Sprinter.

Für schnelles Geld in Begleitung von hohem Risiko bietet sich unter anderem der Devisenhandel an. Zudem ist ein ETF-Sparplan weniger geeignet für jemanden, der ständig seine Meinung zum Sparen wechselt und kein diszipliniertes Verhalten an den Tag legt. Doch kommen wir nun zu einem Anlegertyp, für den der ETF-Sparplan auch bei vorhandenem Kapital einen Sinn ergibt.

Der ETF-Sparplan ist seitens der Wertentwicklung ein Langläufer und kein Sprinter. Für schnelles Geld in Begleitung von hohem Risiko bietet sich unter anderem der Devisenhandel an. Zudem ist ein ETF-Sparplan weniger geeignet für jemanden, der ständig seine Meinung zum Sparen wechselt und kein diszipliniertes Verhalten an den Tag legt. Doch kommen wir nun zu einem Anlegertyp, für den der ETF-Sparplan auch bei vorhandenem Kapital einen Sinn ergibt.

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Wann ein ETF-Sparplan bei vorhandenem Kapital Sinn macht

Angenommen, Du hast 10.000 Euro gespart, willst den Betrag in einen Aktienindex investieren und scheust das damit verbundene Risiko. Dann ist der ETF-Sparplan zum Einstieg überaus sinnvoll. Lasse Dein Geld auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto liegen und lerne mit kleinen Monatsraten alles, was Du über die Funktionsweise der Börse wissen musst.

Mit 25 oder 50 Euro im Monat kommt zwar kein großes Vermögen zusammen, aber es wird Wissen erzeugt. Im Idealfall erlebst Du in den ersten Jahren einen Kurssturz und die darauf folgende Aufschwungsphase. Derartige Ereignisse sind mehr wert als alle Theorie. Sie generieren Fachwissen, damit verbundene Sicherheit und machen einen ängstlichen Sparer zum überzeugten Anleger.

Mit dieser geistigen Ausstattung macht die Einmalanlage in einen ETF auf den MSCI World keinerlei Probleme mehr. Alternativ kannst Du den Betrag in höhere Sparraten investieren, wobei die Einmalanlage allerdings die lukrativere Methode ist. Deinen ETF-Sparplan kannst Du parallel weiterführen, aufstocken und nach einiger Zeit generieren beide Geldanlagen attraktive Renditen.

Zum Einstieg macht ein ETF-Sparplan vor allem für Leute mit Kapital Sinn, die Angst vor Verlusten bei der Einmalanlage haben.

Für wen ist ein ETF-Sparplan ausgesprochen sinnvoll?

Die Antwort lautet kurz und bündig: für den kostenbewussten Anleger. Ein sorgfältiger Mensch sucht sich eine günstige Direktbank mit kostenfreiem Depot und Handelskonto ohne Gebühren. Dazu müssen Anbieter genau miteinander verglichen werden und dies kostet etwas Zeit. Die Rendite wird beim ETF-Sparplan auch mit der Wahl des optimalen Sparrhythmus gesteigert, wie folgendes Beispiel beweist:

  • Angenommen, eine Direktbank verlangt pro Ausführung 2 Euro.
  • Deine gewünschte Laufzeit beträgt 20 Jahre gleich 240 Monate.
  • Somit ergeben sich Gebühren von 480 Euro bei monatlicher Ausführung.
  • Wählst Du einen quartalsweisen Sparrhythmus, kannst Du die Kosten auf 80 x 2 gleich 160 Euro senken und 320 Euro sparen.

Ähnlich sieht es bei den Kosten für das Depot aus. Viele Anbieter werben mit kostenfreien Depots, meist aber nur vorübergehend und selten dauerhaft. Auch Aktionsangebote sind verlockend, aber nicht dauerhafter Natur.

Gleichwohl kann durch Inanspruchnahme eine Zeit lang die Ausführungs-Gebühr vermieden werden. Ein ETF-Sparplan ist demnach sinnvoll, wenn seitens ETF, Anbieter und Kosten im Vorfeld gründliche Vergleiche angestellt werden.

Letztlich ist ein ETF-Sparplan für einen Anleger sinnvoll, der mit dem Ausstieg am Ende der Laufzeit warten kann. Warum? Niemand weiß, wie der Kurs des MSCI World in 15, 20 oder 30 Jahren steht. Es kann durchaus sein, dass er infolge einer Börsen Turbulenz ungünstig tief rangiert. In dem Fall muss vielleicht ein Jahr oder länger gewartet werden, bis die Notierung wieder auf dem optimalen Niveau ist.

Mein Fazit

Der ETF-Sparplan ergibt für jeden potenziellen Anleger ohne und mit Kapital Sinn. Für einen informierten Menschen resultiert er jedoch in weitaus höherer Rendite. Des Weiteren ist ein ETF-Sparplan das ideale Instrument, um mit geringer Sparrate bei wenig Risiko viel über die Funktionsweise dere Börse zu lernen. Wichtig ist beim ETF-Sparplan die möglichst lange Laufzeit, die richtige Assetklasse und das thesaurierende Konzept. Wer auf die Kosten achtet, kann die Rendite um ein Weiteres erhöhen.

Dein Depotstudent Dominik

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