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Was passiert bei Inflation mit meinem Bargeld? Erspartes wird entwertet

Geld verbrennen unspl
Depotstudent Dominik
4.6
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Inflation bedeutet: Die Preise steigen. Oder anders ausgedrückt: Der Wert des Geldes sinkt.

Aber was passiert dadurch mit meinem Bargeld und meinem Erspartem?

Was das für Dein Bargeld bedeutet und welche Auswirkungen das hat, möchte ich Dir an einem kleinen Beispiel erklären.

Außerdem zeige ich Dir, wie Du Dich schnell und einfach vor Inflation schützen kannst!

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Beispiel: Das passiert mit Bargeld durch Inflation

Stelle Dir vor, Du hast 5.000 € Bargeld und Deine monatlichen Ausgaben betragen 1.500 €.

Eine Inflation von beispielsweise 20 % hätte zur Folge, dass die Preise um 20 % steigen und sich Deine Ausgaben somit von 1.500 € auf 1.800 € erhöhen würden.

  • Szenario 1 mit 0 % Inflation: 5.000 € Bargeld und 1.500 € Ausgaben.
  • Szenario 2 mit 20 % Inflation: 5.000 € Bargeld und 1.800 € Ausgaben.

Was passiert also bei Inflation mit Bargeld? Wie Du im Beispiel siehst, kannst Du Dir mit der gleichen Menge an Bargeld weniger leisten! Die Preise sind gestiegen und Dein Geld ist im Verhältnis weniger wert geworden. Der Nennbetrag Deines Bargelds (z.B. 5.000 €) bleibt identisch, der reale Wert dagegen sinkt, da Du Dir weniger für das gleiche Geld kaufen kannst.

Genauso verhält es sich mit Deinem Gehalt: Nehmen wir an, Du verdienst monatlich 2.000 € netto und gibst davon 300 € für Lebensmittel aus. Wenn Dein Gehalt nicht mit der Inflation steigt und die Lebensmittel irgendwann 400 € kosten, ist Dein Gehalt im Verhältnis weniger wert. Obwohl mit dem eigentlichen Betrag Deines Gehalts nichts passiert ist und er gleich geblieben ist!

Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig vor Inflation zu schützen. Wie das geht, zeige ich Dir nach dem nächsten Abschnitt.

Was passiert bei einer Inflation mit meinem Ersparten?

Das eben gezeigte passiert nicht nur mit Bargeld!

Egal, ob Bargeld unter dem Kopfkissen oder Erspartes auf dem Girokonto: Eine Inflation hat für jede Form von Geld dieselben Auswirkungen.

  • 5.000 € Bargeld bleiben trotz Inflation 5.000 € Bargeld.
  • 5.000 € auf dem Girokonto bleiben trotz Inflation 5.000 € auf dem Girokonto.

Es gibt daher zwei Schlussfolgerungen, was mit dem Ersparten passiert:

  • Der reine Betrag des Geldes bleibt derselbe: Mit dem Betrag an sich passiert nichts. Der Geldbetrag sinkt nicht und er steigt nicht.
  • Mit dem Wert des Bargelds oder des Gelds auf dem Girokonto passiert aber sehr wohl etwas. Auch wenn das nicht unmittelbar sichtbar ist!

Die einzige Möglichkeit, der Inflation entgegenzuwirken besteht darin, Sachwerte und Gegenstände zu kaufen, die selbst teurer werden und im Preis steigen!

Hinweis: In den obigen Beispielen haben wir den Währungsraum Euro betrachtet. Für eine Inflation in Dollar gilt das in den entsprechenden Ländern aber natürlich genauso.

Gegen Inflation schützen und in Sachwerte investieren

Wie Du dich effektiv gegen Inflation schützen kannst, beschreibe ich ausführlich in meinem Beitrag: 11 private Maßnahmen gegen Inflation für normale Menschen

Trotzdem möchte ich Dir hier in Kurzform ein paar erste Ideen liefern: Von Aktien und ETFs über Kryptowährungen bis hin zu Gold, Silber und Öl.

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Möglichkeit 1: In Aktien und Aktien-ETFs investieren

Aktien und Aktien-ETFs bieten keinen kurzfristigen Inflationsschutz. Das bedeutet: Nur weil z.B. der Gaspreis um 20 % steigt, steigen nicht gleichzeitig Gasaktien um 20 %.

Aktien und Aktien-ETFs passen sich aber langfristig an das neue Preis-Niveau an.

Langfristig betrachtet bieten Aktien und Aktien-ETFs sowohl durch Wertsteigerungen als auch durch die Anpassung an höhere Preis-Niveaus einen Inflationsschutz. Außerdem liefern sie Erträge weit über die Inflation hinaus.

Dabei bieten sich vor allem globale, breit gestreute ETFs wie der „iShares Core MSCI World ETF“ an.

iShares Core MSCI World ETF im Chart (Stand 26.01.2022)
iShares Core MSCI World ETF im Chart

Denn dieser ETF investiert in über 1.500 Aktien auf der ganzen Welt und minimiert dadurch das Risiko durch breite Streuung. Globale ETFs wie der eben genannte erzielen langfristig etwa 7 – 8 % Rendite pro Jahr.

Aber nicht nur zum Inflationsschutz, sondern auch für die Altersvorsorge und Absicherung werden ETFs für Privatanleger als alternativlos gesehen. Sie gelten als elementarer Bestandteil zum Vermögensaufbau und zum Schutz vor Inflation.

Möglichkeit 2: In Kryptowährungen investieren

Um zu beurteilen, ob Kryptowährungen wirklich zuverlässig gegen Inflation schützen können, müsste diese Anlageklasse einige Jahrzehnte oder besser Jahrhunderte alt sein.

Die erste Transaktion mit Bitcoin wurde im Jahr 2009 durchgeführt – das ist zwar immerhin länger als ein Jahrzehnt her, aber die Neuartigkeit von Kryptowährungen erlaubt noch keine Schlüsse zum Verhalten bei Inflation.

Hier die aktuelle Entwicklung des Bitcoin-Preises:

Bitcoin Preisentwicklung Chart
Bitcoin Preisentwicklung Chart

Als Beimischung im Portfolio werden Kryptowährungen immer häufiger verwendet – sowohl bei institutionellen Anlegern als auch bei Privatanlegern.

Experten empfehlen dabei, nur 5 % bis 10 % des Vermögens in Kryptowährungen zu investieren:

  • Wer also zum Beispiel über 10.000 € verfügt, könnte 500 € in Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum investieren.
  • Wer 200.000 € hat, kann 10.000 € in Kryptowährungen anlegen.

Möglichkeit 3: In Edelmetalle wie Gold investieren

Vor allem in Krisenzeiten sind Edelmetalle heiß begehrt und steigen dadurch im Preis. Aber auch ohne Krisen konnten sie in der Vergangenheit häufig als Inflationsausgleich dienen.

Hier die aktuelle Entwicklung des Gold-Preises:

Goldpreisentwicklung Chart
Goldpreisentwicklung Chart

Möglichkeit 4: Am Preis von Rohstoffen wie Öl teilhaben

Du hast Angst davor, dass z.B. Öl wesentlich teurer wird und damit Heizkosten sowie Spritkosten in die Höhe schießen?

Hier die aktuelle Entwicklung des Öl-Preises:

Ölpreisentwicklung Chart
Ölpreisentwicklung Chart

Eine einfache Gegenmaßnahme ist, selbst über die Börse in Öl zu investieren.

Dann gibt es zwei Szenarien:

  • Der Ölpreis steigt: Du machst Gewinne an der Börse und gleichzeitig steigen Deine privaten Ausgaben für Öl -> Du hast einen Ausgleich geschaffen.
  • Der Ölpreis sinkt: Du machst Verluste an der Börse und gleichzeitig sinken Deine privaten Ausgaben für Öl -> Du hast einen Ausgleich geschaffen.

Diese Vorgehensweise ist natürlich keine Garantie dafür, dass sich der Preis von Öl an der Börse und Deine privaten Öl-Ausgaben genau parallel bewegen!

Wer jedoch Angst vor stark steigenden Ölpreisen hat, kann sich durch diese Maßnahme mehr Sicherheit verschaffen.

Diese und viele weitere Möglichkeiten für den Inflationsschutz findest Du in meinem ausführlichen Beitrag: 11 private Maßnahmen gegen Inflation für normale Menschen

Ich hoffe, ich konnte Dir hilfreiche Antworten geben auf die Fragen „Was passiert bei einer Inflation mit meinem Bargeld?“ und „Was passiert bei einer Inflation mit meinem Ersparten?“.

Dein Depotstudent Dominik

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Hinweis: Dazu in wenigen Minuten registrieren und anschließend in die Suchfunktion z.B. „ETF“, „Bitcoin“ oder „Gold“ eingeben.

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