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MEINE ERFAHRUNGEN: Hausinvest von Commerz Real – offener Immobilienfonds

Depotstudent Dominik
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Insbesondere in turbulenten Börsenzeiten und andauernden Niedrigzinsphasen überzeugen manche Immobilienfonds durch Sachwerte mit exzellenter Stabilität. Wettbewerbsfähige Fonds investieren in ausgesuchte Gewerbeimmobilien an wirtschaftlich starken Standorten des europäischen Kontinents und der Welt. Rendite und Wertzuwachs werden durch dauerhafte Vermietung sowie den gewinnbringenden An- und Verkauf von Immobilien generiert.

Meinen Erfahrungen entsprechend erwirtschaftet nicht jeder offene Immobilienfonds kontinuierlich grüne Zahlen. Anleger sind zur Vorsicht und zum Vergleich im Vorfeld aufgefordert. Im nachfolgenden Beitrag berichte ich Dir über meinen Test des Immobilienfonds Hausinvest des Anbieters Commerz Real. Fakten, Zahlen sowie meine Kritik und Lob reflektierende Meinung sollten Dich zu einer Bewertung des Anlagevehikels befähigen.

Wissenswertes zum Immobilienfonds Hausinvest

Commerz Real hat als Vermögensverwalter für Sachwertinvestitionen der Commerzbank Gruppe im Jahr 1972 den offenen Immobilienfonds Hausinvest mit ausschüttendem Konzept aufgelegt. Mehr als 800.000 Anleger und Sparer vertrauen auf den größten und ältesten Fonds dieser Art. Im März 2020 umfasste das Fondsvermögen mehr als 16 Milliarden Euro.

Die ersten Anteilscheine von Hausinvest wurden am 7. April 1972 ausgegeben. Nach knapp 6 Monaten waren 1,5 Millionen Anteile im Wert von umgerechnet 36 Millionen Euro am Markt platziert. Zum Jahresende hatten 750 Anleger das Fondsvolumen auf 53 Millionen gesteigert. In den Folgejahren hielt der Wachstumstrend an.

In den 1980ern waren die ersten 3 Jahre von schwerer Rezession gezeichnet. 1984 flossen dem Fonds gut 85 Millionen Nettomittel zu und eröffneten dem Management neue Investmentoptionen. Das Fondsvermögen konnte 1984 um 93 Millionen auf 294 Millionen Euro gesteigert werden.

1995 investierte der Immobilienfonds Hausinvest erstmals im Ausland. Erworben wurde das Büroobjekt Milton & Shire House in der britischen Hauptstadt London. In den Folgejahren kam es zu Zukäufen in Ländern des europäischen Kontinents.

Zur Jahrtausendwende avancierte Hausinvest zum größten offenen Immobilienfonds Europas. Über 280.000 Anleger hatten das Fondsvolumen auf 5,1 Milliarden Euro steigen lassen.

Die Finanzkrise 2008/2009 konnte Hausinvest ohne Blessuren hinter sich lassen, bei steigendem Fondsvolumen wurden weiterhin grüne Zahlen geschrieben.

Im Jahr 2019 verzeichnete der Fonds circa 800.000 Anleger bei einem Fondsvermögen von knapp 16 Milliarden Euro. Investitionen wurden in der BRD und in 15 weiteren Staaten getätigt.

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Hausinvest – Fakten in der Übersicht

Der offene Immobilienfonds ist mittlerweile 48 Jahre am Markt. 800.000 Anleger sind mit insgesamt 16,4 Milliarden Euro in 153 Immobilienprojekte mit 3.600 Mietern investiert. Die Zahlen ändern sich ständig und werden vom Fondsmanagement einmal im Monat aktualisiert.

Bei Interesse am monatlich erscheinenden Factsheet fülle einfach das auf dem Bild ersichtliche Formular aus.

Immobilien im Portfolio von Hausinvest

Hausinvest ist zu 42,3 % in Immobilien in der BRD investiert, Objekte im Vereinigten Königreich nehmen 16,1 % ein, Gebäude in Frankreich 8,4 %. Mittlerweile liegen etwa 14,4 % des Objektbestands in Ländern außerhalb von Europa, unter anderem in den Vereinigten Staaten, Singapur und Australien.

Schwerpunkte im Portfolio bilden Immobilien in den Segmenten Büro (40,3 %) und Handel (40,5 %).

Im Jahr 2019 konnte Commerz Real die Anzahl der Immobilien verdoppeln. Hintergrund war der Erwerb des gesamten Portfolios der Generali Lebensversicherung, welches aus 50 Objekten in Premiumlagen heimischer Metropolen besteht.

Zu den bekanntesten Immobilien im Portfolio von Hausinvest zählen unter anderem:

Die Frankfurter Hybridtürme One Fourty West und Omniturm.

Die neue Direktion in Köln

Die Highlight Towers in München

Einkaufszentrum Westfield in London

Commerz Real – das Unternehmen hinter Hausinvest

Die Commerz Real Investmentgesellschaft CRI ist eine Tochtergesellschaft der Commerz Real AG, welche zur Commerzbank Gruppe gehört. Bei Hausinvest handelt es sich um einen offenen Immobilienfonds, dessen Sachwerte als Sondervermögen treuhänderisch von der CRI verwaltet werden. Das bedeutet für Anleger:

  • Hohe Sicherheit durch vom eigenen Vermögen getrennte Verwaltung.
  • Aufbewahrung der Fondsanteile in einer unabhängigen Verwahrstelle.

Mehr als 300 Mitarbeiter kümmern sich am CRI Sitz Wiesbaden um die möglichst gute Entwicklung von Hausinvest.

Hausinvest und CRI überzeugten mich bei diesem Test durch informative Webseiten, die für interessierte Anleger keine wirklichen Fragen offenlassen. Das Immobilienportfolio weckt Lust am Investieren, die Objekte sind architektonisch herausragend, in bestem Zustand und in erstklassigen Lagen positioniert. Bei einer Vermietungsquote von über 95 % sind Mieteinnahmen und Ausschüttungen langfristig gesichert. Anlass zur Kritik gab es bei meinem Test bisher nicht.

Jetzt investiert aber kaum jemand in den Hausinvest aufgrund einer guten Meinung oder fehlender Kritik. Bei der Geldanlage müssen Zahlen zur objektiven Bewertung führen, daher schaue ich mir nachfolgend Kosten und Rendite an.

Hausinvest – ein Immobilienfonds auf dem Prüfstand

Der Chart mit Langzeiteinstellung zeigt, dass der Immobilienfonds Hausinvest die Finanzkrise 2008/2009 unbeschadet überstanden hat. Es kam zu keinen Rücksetzern, vielmehr verlief der Kurs unbeirrt und schwankungsarm im Aufwärtskanal.

Es ist wohl den zunehmend umfangreicheren Ausschüttungen geschuldet, dass es ab Mitte 2013 regelmäßig zu mehr oder weniger umfangreichen Kurskorrekturen kam. Indes blieb der grundsätzliche Aufwärtstrend bis zur Krise im März 2020 erhalten.

Meinen Erfahrungen entsprechend animiert ein Chart wie der vom Hausinvest zur Investition. Dazu müssen die Kosten bekannt sein.

Fonds-Konditionen

  • TER 0,84 % per anno.
  • Jährliche Gesamtkosten-Pauschale 1,04 %.
  • Maximaler Ausgabeaufschlag 5 %.
  • Verwaltungsgebühr pro Jahr 0,80 %.
  • Mindestanlagesumme 50 Euro.
  • Ausschüttungsrendite 0,95 %.

Ausgeschüttet wurden in den letzten Jahren:

  • 2018 pro Anteil 0,43 Euro.
  • 2019 pro Anteil 0,40 Euro.
  • 2020 pro Anteil 0,40 Euro.

Wertentwicklung des Immobilienfonds Hausinvest

Im laufenden Jahr legte der Fonds um 1,13 % zu.

2019 wurde mit plus 2,00 % abgeschlossen.

In den letzten 3 Jahren betrug die Wertentwicklung plus 6,74 %.

In den letzten 5 Jahren wurde ein Plus von insgesamt 11,78 % erreicht.

Meiner Meinung nach passen die vergleichsweise hohen Kosten nicht zu den bescheidenen Renditen. Investierten blieben zwar krisenbedingte Einbußen erspart, aber Geld für nur 2 % per anno anzulegen bringt auf lange Sicht nicht weiter.

Bei einer Inflationsrate von etwa 2 % reicht die Rendite allenfalls zum Erhalt der Kaufkraft. Kritik kann an der Kostenstruktur geübt werden, nicht aber am Konzept. Ohne den Ausgabeaufschlag erreichen die jährlichen Gesamtkosten mühelos die Marke von 2 %. Das bedeutet, die Hälfte des Ertrags geht für die Kosten ab. Schlimmer noch: Kosten werden auch in schlechten Jahren fällig, während Erträge beliebig variieren können.

Im letzten Teil des Tests suche ich nach einem kostengünstigeren Anlagevehikel auf ETF Basis.

Real Estate Investment Trust (REIT) versus Hausinvest

Die so bezeichneten REITs ermöglichen die Investition in Immobilien, sie sind aber kostengünstiger als Immobilienfonds und werden an der Börse gehandelt. Das bedeutet, problemloser An- und Verkauf mit niedrigen Spreads.

Seitens des Betätigungsfelds unterscheiden sich REITs von offenen Immobilienfonds wie folgt. Der Fokus liegt bei ihnen weniger auf Erlöse durch den An- und Verkauf von Objekten, vielmehr steht die Nutzung des Bestands im Mittelpunkt. Dementsprechend resultieren die Einnahmen überwiegend aus Vermietung respektive Verpachtung.

Anleger können mittlerweile unter Exchange Traded Funds wählen, in welchen ausschließlich REITs gelistet sind. Bestmögliche Diversifikation ist demnach mit einem Immobilien-ETF gegeben.

Hierzulande hat ein REIT immer die Rechtsform AG. Für Anleger bedeutet dies:

  • Alle Zahlen sind transparent offengelegt.
  • Verluste lassen sich nicht einfach vertuschen.

Bei Interesse für einen REIT kannst Du Dich im Vorfeld der Entscheidung vollumfänglich informieren und bleibst während der Investition stets auf aktuellem Stand.

Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld sind REITs ausgesprochen interessante Anlagevehikel. Sollte die EZB den Leitzins weiter senken, macht sich dies bei einem REIT in steigendem Kurs bemerkbar.

Ich kenne über meinen Blog Leute, die bereits sehr gute Erfahrungen mit Real Estate Investment Trust (REIT) gemacht haben. Im nächsten Abschnitt stelle ich Dir einige, noch weitgehend unbekannte Immobilien-ETFs vor.

iShares STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF ISIN DE000A0Q4R44

Mit dem STOXX Europe 600 Real Estate erhalten Anleger Zugang zum europäischen Immobiliensektor. Der ETF bildet seinen Referenzindex vollständig physisch replizierend nach und schüttet mindestens einmal im Jahr Erträge aus. Im September 2006 in der BRD aufgelegt, konnte der ETF bislang 55 Millionen Euro einsammeln. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,46 % per anno.

Wertentwicklung

  • 2015 plus 15,88 %.
  • 2016 minus 5,65 %.
  • 2017 plus 10,37 %.
  • 2018 minus 11,16 %.
  • 2019 plus 27,90 %.

Der ETF zeigt eine sehr volatile Kursentwicklung und ist daher nicht für jedermann geeignet. Bei 13 Brokern ist er sparplanfähig, 2 davon führen die Sparraten dauerhaft kostenfrei aus.

Xtrackers FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe Real Estate UCITS ETF 1C ISIN: LU0489337690

Der im März 2010 in Luxemburg aufgelegte ETF bildet seinen Referenzindex physisch replizierend mit optimiertem Sampling nach. Erträge werden automatisch reinvestiert. Das Fondsvolumen beträgt 443 Millionen Euro, die jährlichen Gesamtkosten sind mit 0,33 % beziffert.

Wertentwicklung

  • 2015 plus 18,03 %.
  • 2016 minus 5,23 %.
  • 2017 plus 12,21 %.
  • 2018 minus 8,68 %.
  • 2019 plus 29,61 %.

Auch dieser ETF ist nichts für Menschen, denen Kursschwankungen schlaflose Nächte bereiten. Sparplanfähig ist die Alternative zum Immobilienfonds Hausinvest bei 10 Brokern. 6 Anbieter führen die Sparraten kostenlos aus.

iShares Asia Property Yield UCITS ETF ISIN: IE00B1FZS244

Der ETF bildet seinen FTSE Referenzindex vollständig physisch replizierend nach und schüttet Erträge aus. Er wurde im Oktober 2006 in Irland aufgelegt, verfügt über ein Fondsvolumen von 366 Millionen Euro und ist mit einer Gesamtkostenquote von 0,59 % pro Jahr belegt.

Wertentwicklung

  • 2015 plus 3,21 %.
  • 2016 plus 11,16 %
  • 2017 plus 3,88 %.
  • 2018 plus 3,01 %.
  • 2019 plus 18,50 %.

10 Broker bieten den ETF sparplanfähig an, 2 von ihnen führen die Sparraten gebührenfrei aus. Auch bei diesem ETF gilt, dass risikoscheue Marktteilnehmer Abstand halten sollten.

Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF Dist (EUR) ISIN LU1832418773

Seinen Referenzindex bildet der ETF synthetisch replizierend ab, Erträge werden mindestens einmal im Jahr ausgeschüttet. Erst im November 2018 in Luxemburg aufgelegt, konnte der ETF bislang 93 Millionen Euro einsammeln. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 0,45 % im Jahr. Auffällig sind zudem vergleichsweise hohe Ausschüttungsrenditen von mehr als 4 %.

Wertentwicklung

  • 2018 minus 1,28 %.
  • 2019 plus 23,56 %.

Bei 9 Brokern kannst Du einen Sparplan mit diesem ETF einrichten. 8 Anbieter nehmen für die Ausführung der Sparraten keine Gebühren.

HSBC FTSE EPRA/NAREIT Developed UCITS ETF USD ISIN: IE00B5L01S80

Den FTSE EPRA NAREIT Index bildet der ETF physisch in vollständiger physischer Replikation nach. Er wurde im Juni 2011 in Irland aufgelegt, hat eine Fondsgröße von 123 Millionen Dollar und ist mit einer Gesamtkostenquote von 0,40 % per anno behaftet. Erträge schüttet der Indexfonds jährlich mindestens einmal aus.

  • Wertentwicklung im Jahr 2019 plus 10,13 %.

Sparpläne können mit dem ETF aktuell bei 5 Brokern eingerichtet werden. Ein Anbieter nimmt für die Ausführung der Sparraten keine Gebühren.

Amundi Index FTSE EPRA NAREIT Global UCITS ETF – EUR (D) ISIN: LU1737652823

Der im Dezember 2017 in Luxemburg aufgelegte ETF bildet seinen Referenzindex vollständig physisch nach. Er ist ausschüttend konzipiert, hat eine Fondsgröße von 38 Millionen Euro und ist mit 0,24 % pro Jahr an Gesamtkosten behaftet.

Wertentwicklung

  • 2018 plus 2,48 %.
  • 2019 plus 24,20 %.

7 Broker ermöglichen Dir, einen Sparplan mit dem ETF einzurichten. Bei 5 Anbietern zahlst Du aktuell keine Gebühren für die Ausführung der Sparrate.

Bilde Dir eine eigene Meinung

Der gravierende Unterschied zwischen dem Fonds Hausinvest und den vorgestellten Immobilien ETFs ist der Kursverlauf. Beim Hausinvest sind keine großen Schwankungen festzustellen, die von Kosten minimierte Rendite ist bescheiden. Ganz anders die Immobilien ETFs. Hohe Volatilität erzeugt sehr wechselhafte Ergebnisse. Langfristig rentieren Immobilien ETFs wesentlich besser als der Pantoffelfonds, sie bringen aber mehr Aufregung ins Leben. Finde den für Dich begehbaren Weg und treffe die richtige Entscheidung.

Dein Depotstudent Dominik

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Ein Kommentar

  1. “Der gravierende Unterschied zwischen dem Fonds Hausinvest und den vorgestellten Immobilien ETFs ist der Kursverlauf. Beim Hausinvest sind keine großen Schwankungen festzustellen, die von Kosten minimierte Rendite ist bescheiden. […]”
    Wäre es dann nicht eher eine Festgeldalternative für den mittelfristigen Anteil der Geldanlage? Verglichen zum Festgeld ständen die knapp 2% Rendite gut dar.

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