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Sind P2P Kredite Wucher? Die moralische Seite

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P2P Kredite sind nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen Renditeaussichten unglaublich attraktiv für Investoren. Immerhin locken hier jährliche Ertragschancen im zweistelligen Prozentbereich – ein Wert, den man nicht häufig findet.

Aber wie kommt dieser Wert zustand?

Eine Frage, die sich viele Investoren zurecht stellen. Schließlich sind wir als Privatanleger nur einer der Nutznießer eines P2P Kredits. Auch die P2P Plattform und der Kreditgeber wollen schließlich einen großen Teil vom Kuchen abhaben und an einem P2P Kredite verdienen.

Wirft man einen genaueren Blick auf diese Anlageklasse, wird man schnell feststellen, dass die hohen Zinssätze zu Lasten der Kreditnehmer gehen. Diese müssen sehr hohe Zinssätze akzeptieren, um einen Kredit überhaupt bewilligt zu bekommen.

  • Sind P2P Kredite also Wucher?
  • Handelt es sich um eine Abzocke, die arme Kreditnehmer ausbeutet?

Diese These vertreten vor allem Gegner der P2P Kredite, die häufig die moralische Seite anführen und darauf plädieren, dass durch P2P Kredite die ärmere Bevölkerung immer ärmer, die bereits wohlhabenden Investoren immer reicher werden.

Doch stimmt das wirklich?

Dieser Beitrag wird sich dieser Frage annehmen und beleuchten, ob P2P Kredite tatsächlich Wucher und Abzocke sind.

Eines sei bereits an dieser Stelle verraten: Gegen den moralischen Kodex verstoßen P2P Kredite definitiv nicht! Dazu aber im Verlauf dieses Artikels mehr.

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P2P Kredite und ihr hoher Zinssatz

P2P Kredite garantieren Investoren also sehr hohe Zinssätze. Das ist allgemein bekannt und nicht mehr wirklich ein Novum.

Die Frage, die sich jedoch stellt (und die sich nur wenige Privatanleger stellen) lautet: Wie kommt dieser hohe Zinssatz zustande?

Die Antwort möchte ich liefern, indem wir P2P Kredite einmal aus der Sicht eines Kreditnehmers betrachten und nicht, wie sonst üblich, aus der Sicht eines Investors.

Nehmen wir an, ein spanischer Bürger benötigt einen schnelle Kredit.

Er entscheidet sich dafür, diesen nicht bei einer Bank, sondern bei einem sogenannten Darlehensanbahner, also einem auf Kreditvergabe spezialisierten Unternehmen zu beantragen.

In unserem Beispiel soll das der Darlehensanbahner Twinero (https://www.twinero.es/) sein, der auf der P2P Plattform Viventor aktiv ist.

Hier wird es einem Interessenten für einen Kredit besonders einfach gemacht.

Bereits auf der Startseite lassen sich die gewünschten Parameter eintragen und erfahren, was sich der Kreditgeber seine Leistung kosten lässt: 300 Euro Kreditsumme, 30 Tage Laufzeit, 405 Euro Gesamtkosten.

405 Euro Gesamtkosten bei einem Kredit in Höhe von 300 Euro???

Richtig gehört!

Das ist eine Kostenquote in Höhe von 35%. Auf Jahressicht gerechnet ergibt sich ein effektiver Zinssatz von 3.752 Prozent.

Solche Zahlen lassen schnell die Vermutung aufkommen, dass sich hinter P2P Krediten tatsächlich eine Art Wucher, eine Abzocke verbirgt, die arme Kreditnehmer in den Abgrund stürzen lässt.

Übrigens: Dieses Beispiel beantwortet auch schnell und abschließend die Frage, wie die hohen Zinssätze bei P2P Krediten zustande kommen. Bei einem effektiven Jahreszins in Höhe von 3.752 Prozent kann ein Kreditnehmer gut und gerne 10 Prozent an einen P2P Investor abgeben 😉

Aber ist ein solcher Kredit tatsächlich Abzocke?

Die Antwort liefert das nächste Kapitel!

Die P2P Zinssätze und das Thema Abzocke

Kreditzinsen im vierstelligen Prozentbereich klingen für einen deutschen Sparer zunächst vollkommen unglaubwürdig. Insbesondere im heutigen Niedrigzinsumfeld, in dem man ein Einfamilienhaus auf 20 Jahre gut und gerne bei zwei Prozent Zinsen pro Jahr finanziert.

Doch genau hier liegt der wesentliche Unterschied. Der Unterschied zwischen einem P2P Kredit und einem Banken-Darlehen, wie wir es im deutschsprachigen Raum kennen.

Werfen wir zunächst einen Blick auf das Banken-Darlehen, um diesen wichtigen Punkt wirklich zu verstehen.

Eine Bank vergibt einen Kredit, nachdem Sie eine sorgfältige Risikoprüfung durchgeführt hat. Dabei legt die Bank, neben der Höhe und Zuverlässigkeit des Einkommens eines Kreditnehmers, sehr viel Wert auf die Sicherheit, auf die ein Kredit gestützt ist.

Im Falle einer Immobilienfinanzierung wird dies durch eine erstrangige Hypothek erreicht, was bei Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers dazu führen würde, dass die Bank eine Zwangsversteigerung der Immobilie erwirken könnte, um an ihr zur Verfügung gestelltes Geld zu kommen.

Ein Kredit wird also in der Regel zur Verfügung gestellt, wenn der Beleihungswert der Immobilie keine zu große Differenz zum tatsächlichen Kreditvolumen aufweist. Ein Beispiel: Der Wert der Immobilie beläuft sich nach Schätzung der Bank auf 450.000 Euro, die Kreditsumme beträgt 500.000 Euro. Dadurch ergibt sich für die Bank ein Risiko in Höhe von 50.000 Euro.

Eigentlich logisch, denn das Risiko der Bank sollte selbstverständlich so gering wie möglich sein.

Nun kommen wir zu P2P Krediten…

Welche Sicherheit hat der Kreditgeber hier?

Die Antwort: Keine!

Richtig: Keine!

Bei P2P Krediten handelt es sich überwiegend um kurzfristige oder mittelfristige Konsumkredite. Erinnere dich: Im zuvor genannten Beispiel von Twinero betrug die Laufzeit gerade einmal 30 Tage.

Was der Kreditnehmer mit diesem Geld macht, ist zunächst seine Sache.

Ein neues iPad, ein neues Notebook oder eine Geburtstagsfeier mit Freunden – diese kurzlaufenden Kredite sind nicht an zu finanzierende Objekte geknüpft.

Folglich passiert eines, wenn der Kreditnehmer nicht mehr in der Lage sein sollte, seine Raten zu begleichen bzw. den Kredit inkl. Gebühren zurückzubezahlen: Der Kreditgeber schaut sprichwörtlich in die Röhre.

Und jetzt mal ehrlich: Wärst Du bereit ein solches Risiko aufzunehmen, wenn nicht die Ertragschancen entsprechend hoch wären? Würdest Du einen Kredit gänzlich ohne Sicherheit zur Verfügung stellen, wenn am Ende eine Rendite von 10 Prozent oder 15 Prozent winkt?

Die Antwort ist natürlich: NEIN!

Die hohen Zinssätze bei P2P Krediten kommen also einzig und allein deswegen zustande, weil sich die Kreditgeber das Risiko, das sie eingehen, entsprechend bezahlen lassen.

Und das wiederum ist völlig nachvollziehbar und legitim. Das hat nichts mit Wucher oder Abzocke zu tun.

Ein Kreditgeber rechnet jederzeit mit einer festen Ausfallquote. Heißt: Unternehmen wie Twinero ist es völlig klar, dass sie nur einen bestimmten Prozentsatz der zur Verfügung gestellten Kredite wirklich zurückerhalten.

Diese Ausfallrate muss also zwangsläufig mit einem hohen Zinssatz aufgefangen werden, wenn das Unternehmen unter dem Strich Gewinn erzielen möchte.

Und eine Gewinnabsicht wiederum hat ebenfalls nur wenig mit Wucher oder Abzocke zu tun, sondern ist vielmehr das Bestreben eines jeden Unternehmens der freien Wirtschaft.

Die moralische Seite der P2P Kredite

Im Zusammenhang mit der Frage, ob P2P Kredite eine Art Wucher zu Lasten der Kreditnehmer darstellen wird auch immer wieder der moralische Zeigefinger von Gegnern der P2P Kredite erhoben.

Doch ist es wirklich moralisch verwerflich, in P2P Kredite zu investieren, weil am Ende ein vierstelliger Zinssatz für Kreditnehmer wartet?

Meine Meinung: Nein.

Kein Kreditnehmer wird dazu gezwungen, einen derartigen Kredit aufzunehmen, um dadurch seinen Konsum zu finanzieren. Wer einen Kredit aufnimmt, um das neue iPhone kaufen zu können ist schlicht und ergreifen selbst “schuld”.

Fazit: P2P Kredite sind keine Abzocke

Wenn man einmal verstanden hat, welche Art von Krediten sich hinter P2P Krediten verbergen und welches hohe Risiko damit für Kreditgeber verbunden ist wird schnell klar, dass es sich weder um Wucher, noch um Abzocke handelt.

Es wäre falsch, nicht in P2P Kredite zu investieren, weil man einen Verstoß gegen den moralischen Investment-Kodex vermutet. Das ist nämlich definitiv nicht der Fall.

Zugegeben: P2P Kredite haben auch ihre Nachteile und schlussendlich muss jeder Anleger selbst entscheiden, ob dieses Anlagemedium für ihn in Frage kommt. Hohe Wucherzinsen für Kreditnehmer, wie sie immer wieder in den Medien propagiert werden, sollten jedoch nicht der Grund sein. Denn diese existieren schlichtweg nicht.

Dein Depotstudent Dominik

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