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Investment mit Kredit – wie sinnvoll ist es wirklich?

Berater unspl
Depotstudent Dominik
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Wertpapiere, Betongold, Fonds, Kryptowährungen – die vielversprechenden Investmentmöglichkeiten sind enorm. Doch nicht jeder verfügt über ausreichend Eigenkapital, um von den Marktentwicklungen zu profitieren. Die Lösung: ein Investmentdarlehen. Aber wie sinnvoll sind Kredite für eine Reinvestition tatsächlich?

Verwendungszweck „Investment“ – Darlehen neu gedacht

Darlehensvergabe ist in, das zeigen die aktuellen Daten der Banken. Im dritten Quartal 2021 wurden in Deutschland mehr als 3 Milliarden Euro Privatdarlehen vergeben. 2020 waren es noch unter 3 Milliarden Euro, 2015 waren es sogar unter 2,5 Milliarden Euro. Häufig werden Privatdarlehen zur Überbrückung der Liquiditätsengpässe genutzt, beispielsweise beim Kauf eines Autos oder anderen Anschaffungen.

Doch Darlehen können auch als Investmentlösung genutzt werden. Wer nicht über ausreichend liquide Eigenmittel verfügt, um beispielsweise sein Portfolio zusammenzustellen, kann auf ein Darlehen zurückgreifen. Eine gute Idee oder doch eine schlechte Investmententscheidung? Ob ein Kredit tatsächlich den gewünschten Investmenterfolg bringt, hängt von vielen Faktoren ab. Die Zinsen, die monatliche Kreditbelastung und die Gesamtkosten für das Darlehen spielen eine wesentliche Rolle.

Clevere Investoren vergleichen Darlehensangebote und sichern sich die besten Konditionen (beispielsweise bei Portalen wie KreditFinanzcheck). Zusätzlich wählen sie die renditestarken Finanzprodukte aus, die zu ihrer Investmentstrategie passen und die Darlehenskosten in jedem Fall decken.

Vermögensaufbau mit Darlehensunterstützung: Bei manchen Finanzprodukten kann es Sinn ergeben.

Wertpapierkauf mit Darlehen lohnt sich nur in Einzelfällen

Die Aktionärszahlen in Deutschland sind rückläufig, wie das Deutsche Aktieninstitut ermittelte. 2021 waren ca. 12,1 Millionen in Wertpapiere, ETFs oder Fonds investiert. 2020 waren es noch über 280.000 mehr. Bisher galten Wertpapiere immer als vergleichsweise solides Investment für den langfristigen Anlagehorizont. Doch die rasanten Kursentwicklungen am Markt brachten viele Investoren ins Zweifeln.

Dennoch sind sich Experten sicher, dass Aktien – richtig ausgewählt – als optimale Ergänzung im Portfolio dienen können. Wer nur wenig liquide Mittel zur Verfügung hat, könnte auf ein Darlehen zurückgreifen. Allerdings sollten die Konditionen dafür durch attraktive Zinsen besonders gut sein.

Investoren sollten beim Wertpapierkauf stets bedenken, dass es sich um einen langfristigen Anlagehorizont handelt. Wer die Titel mit einem Darlehen erwirbt, muss in der Lage sein, die Raten zunächst aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Häufig dauert es einige Monate oder sogar Jahre, bis sich der Wertpapierkauf tatsächlich lohnt und in einer Gewinnzone endet. Dabei zu bedenken: Beim Verkauf fallen 25 % Abgeltungssteuer an. Investoren sollten deshalb nur dann verkaufen, wenn der Preis des Wertpapiers die Kosten des aufgenommenen Darlehens deckt und nach Abzug der Abgeltungssteuer Gewinne einbringt.

>>> Lesetipp: Meine bittersüßen ETF-Erfahrungen

Betongold mit Darlehen finanzieren: Hier lohnt es sich richtig

Wer nicht nur in ETFs, Wertpapiere und andere Finanzprodukte investieren möchte, sollte sich den Möglichkeiten am Immobilienmarkt zuwenden. Die Zahlen sind beeindruckend, denn die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Vor allem die Ballungsregionen verbuchen einen Wertzuwachs im höheren zweistelligen Bereich. Wer eine Immobilie erwirbt, kann dieser als Investment bzw. Alterssicherung nutzen. Wichtig hierbei: ein möglichst günstiger Immobilienpreis, eine Region mit Potenzial und ein attraktives Darlehensangebot.

Wer sich für das Investment in eine Immobilie über ein Darlehen entscheidet, kann die Kosten dafür durch Mieteinnahmen decken. Vermieter können die Darlehenszinsen steuerlich geltend machen und sparen so doppelt. Durch die Mieteinnahmen werden beispielsweise die Kosten für das Darlehen getilgt, sodass die Immobilie ohne eigenen Kostenaufwand finanziert wird. Wer möchte, kann nach Darlehensbegleichung selbst in die Immobilie einziehen oder diese gewinnbringend veräußern.

Investment als Kreditgeber: P2P-Kredite immer beliebter

P2P-Kredite werden als Alternative zu konventionellen Darlehen durch Banken zunehmend beliebter. Mittlerweile bieten unzählige Plattformen seriöse Vermittlung von Peer-to-Peer-Krediten an. Hier zu investieren und als Kreditgeber zu fungieren, kann sich tatsächlich lohnen.

Die Zinskonditionen für die P2P-Kredite werden meist individuell festgelegt und können deutlich über den Zinsen konventioneller Verbraucherkredite liegen. Wer selbst ein Darlehen bei der Bank zu besonders attraktiven Zinskonditionen aufnimmt, kann durch die Differenz beim P2P-Kredit Gewinne realisieren. Allerdings sollten hierbei alle Kosten berücksichtigt werden. Eine P2P-Plattform erhebt beispielsweise (einmalige) Gebühren, wenn es um die Registrierung bzw. Abwicklung der Darlehen geht. Die vermeintlichen Gewinne durch die Zinsdifferenz könnten so schnell wieder zunichtegemacht werden.

>>> Lesetipp: Mein Anfänger-Guide für das Investieren in P2P Kredite

Investment in Gold mit Kredit: in Krisenzeiten eine Empfehlung

Gold gilt seit jeher als wertstabiles Investment, nicht nur physisch. Wer in Gold investieren möchte, jedoch nicht über ausreichend liquide Eigenmittel verfügt, könnte ein Darlehen aufnehmen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn der Goldpreis auf einem Niedrigniveau ist und das Darlehen zu extrem günstigen Konditionen angeboten wird.

Wie bei Wertpapieren handelt es sich bei Gold um ein längerfristiges Investment. Für Darlehensnehmer bedeutet dies: Die Rückzahlung der Finanzierungssumme muss zunächst aus eigenen Mitteln realisiert werden können. Nur wenn das Gold tatsächlich gewinnbringend veräußert wird, kann es die Finanzierungskosten decken. Den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden, kann ebenfalls mehrere Monate oder sogar Jahre dauern.

Investment in Bitcoin und Co. mit Darlehen: immer die Volatilität bedenken

Viele Investoren interessieren sich für Bitcoin und Co., da Kryptowährungen in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewannen. Das Investment mit einem Darlehen ist jedoch äußerst riskant, denn kaum ein anderer Markt weist eine höhere Volatilität auf. Für risikofreudige Investoren bedeutet das eine gute Chance für Diversifikation, für konservative Investoren sind sie nicht geeignet.

>>> Lesetipp: 100 € in Kryptowährungen investieren – so geht’s!

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Immobilien als Investment: Durch die steigenden Immobilienpreise und Steuervorteile als Vermieter kann sich das Darlehen richtig lohnen.

Tipps für Investitionen auf Darlehensbasis

Das Gros der Investitionen am Markt ist vor allem mittel- und langfristig orientiert. Das bedeutet für Darlehensnehmer, dass sie zunächst noch im Ungewissen sind, wann sie ihre Investition für die Darlehenstilgung nutzen können. Wichtig ist es daher, zunächst aus eigenen Mitteln eine Rückzahlung gewährleisten zu können.

Kurzfristig orientierte Investoren können Darlehen ebenfalls für eine rasche Gewinngenerierung nutzen. Voraussetzung dafür: ein schnell bereitgestelltes Darlehen und die Chance zum Verkaufen. Wer beispielsweise die Möglichkeit hat, kurzfristig ein wertvolles Kfz zu kaufen und bereits einen Optionsvertrag von einem Ankäufer hat, kann schnelle Gewinne mithilfe eines kurzfristigen Darlehens generieren.

Tipp: Wer Darlehen nur kurzfristig benötigt, sollte auf kostenlose Sondertilgungen achten. Viele Kreditinstitute ermöglichen eine kostenfreie Tilgung bzw. vollständige Rückzahlung vorab. Damit ist die Gewinnspanne für kurzfristige Investments mit Darlehensunterstützung deutlich größer.

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