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MEINE ERFAHRUNGEN: EvoEstate – die P2P Plattform im ausführlichen Test

EvoEstate Website
Depotstudent Dominik
3.8
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Mit EvoEstate stelle ich heute eine weitere P2P Plattform vor, die schon seit längerer Zeit meine Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Das Besondere an dieser Plattform ist: Sie ist anders.

Anders, als alle anderen P2P Plattformen, die ich in den vergangenen Monaten und Jahren vorgestellt habe.

Auch wenn auf den ersten Blick alles nach einem weiteren P2P-Immobilien-Portal aussieht (was eigentlich keiner so wirklich braucht), zeigt ein genauerer Blick, dass EvoEstate rein gar nichts mit Estateguru und Co. gemein hat.

Ganz im Gegenteil!

Was EvoEstate von anderen Plattformen unterscheidet und wo die Vor- / Nachteile der Plattform liegen, erfährst Du in diesem Erfahrungsbericht.

Auf geht’s!

Was genau ist EvoEstate?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei EvoEstate um keine klassische P2P Immobilien Plattform. Hier werden also nicht, wie bei Estateguru, Immobilienprojekte zwischen EvoEstate und Dir als Investor realisiert.

Vielmehr handelt es sich bei EvoEstate um einen P2P-Aggregator.

Was heißt das?

Dieses Konstrukt ist Dir bereits von einer anderen Plattform bekannt: Mintos.

EvoEstate vermittelt Immobilienprojekte an P2P Investoren. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eigens entwickelte Projekte, sondern die Projekte anderer Unternehmen. Das funktioniert ähnlich wie auch mit Darlehensanbahnern bei Mintos.

Heißt: Hinter den P2P Kredite, die Du auf EvoEstate findest, stehen eigenständige Plattformen.

Eine dieser anderen Plattformen habe ich euch erst kürzlich vorgestellt: Reinvest24.

Zunächst also nicht viel Neues.

Wenn Du bereits meine anderen Erfahrungsberichte zu den verschiedenen P2P Plattformen studiert hast, dann wird Dir die Funktionsweise von EvoEstate nicht unbekannt sein.

Schauen wir uns nun an, wer die Macher der Plattform sind.

Wer steht hinter EvoEstate?

Bei EvoEstate handelt es sich noch um ein sehr junges Unternehmen.

Gegründet wurde die P2P Plattform erst im Februar 2019.

Realisiert werden konnte EvoEstate vor allem durch die Unterstürzung zweier Kapitalgeber, „Startup Wiseguys“ und „Verslo Angelu Fondas II“, welche die Plattform auch heute noch auf ihrem Weg begleiten.

Hinter der Plattform selbst steht ein sympathisches Team, das insgesamt in 4 Ländern tätig ist. Genauer in Litauen, Estland, Frankreich und Spanien.

CEO ist Gustas Germanavicius.

Ach ja…

Der Firmensitz ist – wer hätte es gedacht – in Estland, wie auch viele andere P2P Plattformen im Immobilienbereich auch.

Eine Lizenzierung besitzt EvoEstate bislang noch nicht, plant mit dieser jedoch binnen der nächsten Jahre.

Es gibt jedoch ein Qualitätsmerkmal, das ich bei Unternehmen generell als sehr unglaublich gut empfinde: Viele der Gründer der Plattform sind selbst in Projekte über EvoEstate investiert. Dies zeigt von Vertrauen und zeigt mir als Investor, dass die Gründer selbst an ihr Projekt glauben.

Mindestens 1.000 Euro pro Gründer pro Projekt sind hier investiert.

Eine tolle Sache, wie ich finde!

Interessant zu wissen: EvoEstate hat ordentlich Rückenwind durch den Startup Accelerator namens Startup Wise Guys – diese glauben durch ihr Investment in EvoEstate offensichtlich an die Plattform und trauen ihr einiges zu. Startup Wise Guys hat unter anderem auch schon frühzeitig in Plattformen wie Estateguru investiert.

In welche Projekte kannst Du investieren?

Da EvoEstate wie ein Marktplatz für P2P Immobilien-Projekte fungiert, genießt Du hier den Luxus, dass Du in verschiedene Projektarten investieren kannst.

Das ist eine feine Sache, um die Diversifikation des eigenen P2P Portfolios voranzutreiben.

Ein dicker Pluspunkt für EvoEstate!

Die Projektarten sind folgende:

  1. Klassische Immobilien-P2P-Projekte: Diese Art von Investment Case ist Dir bereits bestens bekannt. Bestes Beispiel hierfür ist Estateguru.
  2. Mietimmobilien: Bislang war es deutschen Investoren nur schwer möglich, in Mietimmobilien im Baltikum zu investieren. Das hat sich seit Gründung von Reinvest24 geändert.
  3. Klassische Beteiligungsprojekte: Hier investierst Du in Immobilien die überwiegend das Ziel verfolgen, zu einem höheren Preis verkauft zu werden, als gekauft wurde.

Kurzum: EvoEstate bietet Dir die Möglichkeit, über eine einzige Plattform in verschiedenste Arten von Immobilien-Projekten zu investieren.

Das ist in dieser Ausprägung und Form (Stand heute) sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal und verdient einen genaueren Blick.

Praxis – so investierst Du auf der Plattform

Nachdem Du EvoEstate nun etwas genauer kennengelernt hast, schauen wir uns nun an, wie das tatsächliche investieren aussieht.

Eines vorweg: Ich bin bislang wirklich begeistert!

Die Registrierung

Der Registrierungsprozess läuft analog zu anderen Plattformen und ist zunächst nicht sonderlich fordernd.

Lediglich Namen und E-Mail-Adresse wird benötigt, um einen Account zu erstellen.

Im nächsten Schritt kommt dann jedoch die große Überraschung!

EvoEstate bietet eine VideoIdent-Verfahren zur Legitimierung an.

Bravo!

Genau das erwarte ich von einem modernen Fintech Unternehmen in der heutigen Zeit. Der erste Eindruck wird also direkt positiv gestärkt, denn die Legitimierung dauert lediglich ein paar Minuten. Im Anschluss kannst Du sofort mit dem Investieren beginnen.

Geld wird übrigens per Überweisung auf Dein Investorenkonto transferiert.

Auch das sollte zwischenzeitlich bekannt sein.

Über einen personalisierten Verwendungszweck findet die Überweisung den Weg zu Deinem Investorenkonto.

Das Investorencockpit

Die Website und der Nutzerbereich wirken simpel und aufgeräumt.

Man findet sich sofort zurecht und wird nicht von unnützen Details oder Funktionen überfordert.

Einziger Minuspunkt: Bislang ist die Plattform lediglich auf Englisch verfügbar. Das macht es insofern problematisch, als vor allem auf den Detailseiten der Immobilienprojekte mit vielen Fachbegriffen gearbeitet wird, die nicht zum Standard-Englisch-Repertoire gehören. Allerdings nur ein kleiner Wermutstropfen, da laut Support bereits an einer Übersetzung gearbeitet wird.

So investierst Du Geld…

Kommen wir zur eigentlichen Gretchenfrage: Wie investiere ich meine ersten 100 Euro auf EvoEstate?

Zunächst einmal: Die Mindestinvestition beläuft sich auf 50 Euro, was im Vergleich zu anderen Immobilien-Plattformen in Ordnung ist. Klar wirbt Mintos mit seiner 10-Euro-Grenze, bei Immobilien-P2P-Projekten sind 50 Euro jedoch wirklich tragbar.

Dir stehen insgesamt 16 verschiedene Projektentwickler aus 7 verschiedenen Ländern zur Verfügung. Einige davon wirst du mit Sicherheit kennen, wenn Du Dich schon etwas länger mit Finanzen beschäftigst.

Sogar ein deutscher Vertreter ist mit Bergfürst vorhanden.

Ich muss zugeben, dass ich sehr erstaunt war, als ich eine deutsche Immobilie unter den laufenden Projekten gefunden habe. Irgendwie ein tolles Gefühl 🙂

Anders als bei Reinvest24 erhebt EvoEstate keine Gebühren. Theoretisch kannst Du also durch EvoEstate in Reinvest24 Projekte investieren und so die Gebühren umgehen. Ob sich das jedoch wirklich lohnt, sei dahingestellt.

Besonders toll finde ich, dass es neben dem klassischen Primärmarkt auch einen Sekundärmarkt gibt. Das ist bei so jungen Plattformen durchaus ungewöhnlich. Denken wir zum Beispiel an Estateguru, wo die Einführung des Sekundärmarkts viele Jahre auf sich warten lies.

Der Mehrwert eines Sekundärmarktes wurde bereits in vielen verschiedenen Erfahrungsberichten von mir thematisiert. Aus diesem Grund freue ich mich wirklich sehr darüber, dass dieser bei EvoEstate bereits mit Gründung fest installiert wurde.

Ach ja…

Du kannst ALLE Deine Projekte über den Sekundärmarkt verkaufen, wenn Du möchtest. Es spielt also keine Rolle, ob der Projektentwickler selbst einen Sekundärmarkt anbietet oder nicht. Du könntest also zum Beispiel ein Immobilien-Projekt von Reinvest24 frühzeitig verkaufen, obwohl Reinvest24 selbst keinen Sekundärmarkt anbietet.

Der EvoEstate Sekundärmarkt ist also völlig autark.

Die klassischen P2P Projekte haben eine Laufzeit zwischen 4 bis 48 Monaten, Mietobjekte sind nicht mit Laufzeiten ausgestattet.

Auch das sollte eigentlich klar sein.

Wie sieht es mit der Rendite aus?

Unglaublich aber wahr: EvoEstate ist doch tatsächlich die erste Plattform, die ich finde, die NICHT mit einer erwarteten Rendite auf der Startseite wirbt.

Das finde ich irgendwie sympathisch.

Wenn Du wissen möchtest, welche Renditeerwartungen Du an die Plattform stellen kannst, musst Du also einen genaueren Blick auf die Objekte des Primärmarktes werfen. Hier konnte ich folgende Zahlen ermitteln:

  1. Klassische P2P Projekte: Bis zu 13 %. Das Risiko liegt hier im mittleren Bereich.
  2. Mietobjekte: Der vermeintlich sichere Hafen. Die Rendite ist hier mit bis zu 6 % deutlich geringer.
  3. Beteiligungen: Sehr risikoreich, dafür auch mit einer Renditeerwartung von bis zu 30 %.

Wie immer gilt: Die Mischung macht’s!

Du solltest Dich nicht auf eine Anlageklasse festlegen, sondern mehrere Projekte verschiedener Klassen in Deinem Portfolio aufnehmen, um eine breite Streuung zu erreichen und so das Risiko zu senken.

An dieser Stelle auch ein kurzer Exkurs in Sachen Sicherheit.

Eine Rückkaufgarantie gibt es auf EvoEstate selbstverständlich nicht.

Da EvoEstate lediglich als Vermittler auftritt, laufen alle Investitionen auf im Falle einer Pleite weiter. Schließlich werden die Projekte von anderen Entwicklern realisiert.

Wie die einzelnen Projekte hier besichert sind, verrät ein Blick in die Detailübersicht.

Achte bei Immobilien immer darauf, dass eine Hypothek ersten Ranges besteht.

Alles in allem an dieser Stelle nochmals der Hinweis: P2P Kredite sind ein Hochrisikoinvestment. Behalte hier immer im Hinterkopf, dass ein Totalausfall durchaus möglich ist. Demnach sollte der Portfolio-Anteil dieser Anlageklasse nicht zu hoch sein.

Thema: Autoinvest?

Gute Nachrichten für „faule Investoren“…

Ja, es gibt einen Autoinvest, der Dir das Investieren extrem erleichtert.

Hier stehen Dir sehr viele Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, um wirklich ein Immobilien-Portfolio aufbauen zu können, das perfekt Deinen Erwartungen entspricht.

Ein weiterer Pluspunkt also für EvoEstate!

Alle Vor- und Nachteile in der Übersicht

Du merkst mit Sicherheit am Tenor dieses Berichts, dass ich von EvoEstate bislang wirklich begeistert bin.

Die Plattform bietet zahlreiche Vorteile und macht einen sehr sympathischen Eindruck.

Insbesondere die Tatsache, dass alle Gründer mit großen Summen selbst investiert sind, sorgt bei mir für ein Gefühl von Vertrauen.

Hier gibt es nun alle mir bekannten Vor- und Nachteile in der Übersicht.

Vorteile von EvoEstate

  1. EvoEstate bietet keine eigenen Projekte an, sondern fungiert vielmehr als Marktplatz. Dadurch ist das Plattformrisiko sehr gering. Außerdem wird so die Auswahl an invertierbaren Projekten erheblich erhöht. Ein großer Nachteil bei anderen Plattformen, wenn ich so an die Anfänge von Estateguru denke!
  2. Die Gründer selbst sind teilweise mit großen Summen in Projekte investiert. Das ist für mich ein entscheidendes Qualitätsmerkmal und steigert das Vertrauen ungemein.
  3. Länderübergreifende Investitionen möglich. So kann man auch in Immobilien aus Deutschland, Italien oder Spanien investieren und nicht nur in solche aus dem baltischen Raum.
  4. Dank der unterschiedlichen Projektarten lassen sich auch ganz unterschiedliche Strategien umsetzen. So kannst Du einen High-Profit-Ansatz ebenso verfolgen wie einen risikoarmen durch Mietimmobilien.
  5. Zweitmarkt und umfangreicher AutoInvest sorgen für ein rundum positives Investmenterlebnis

Nachteile von EvoEstate

  1. Die Plattform ist noch sehr jung. Das sehe ich grundsätzlich als Nachteil, weil einfach die Erfahrung in vielen Bereichen fehlt.
  2. Die Plattform ist noch unreguliert. Das soll sich aber sehr schnell ändern.

Mein Fazit zu EvoEstate

Es ist unschwer zu erkennen, dass meiner Ansicht nach ganz klar die Vorteile überwiegen und EvoEstate wirklich das Potenzial hat, eine meiner Lieblings-P2P-Plattformen zu werden.

Sicherlich gibt es hier und da noch Optimierungspotenzial.

Der größte Vorteil für mich ist die Funktionsweise als Marktplatz. So spart man sich die separate Anmeldung auf anderen Plattformen, was die Anlage deutlich vereinfacht.

Nun würde mich auch Deine Meinung interessieren!

Was hältst Du von der Plattform? Bist Du selbst schon dort investiert?

Ich freue mich über Deinen Kommentar!

Dein Depotstudent Dominik

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