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Die 5 besten Anlagestrategien für Privatanleger

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Depotstudent Dominik
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Gerade bei der Auswahl der richtigen Investmentstrategien haben Privatanleger häufig große Probleme.

Welche Börsenstrategie passt zu mir? Wie soll ich mein Depot aufbauen? Welche Aktien soll ich auswählen?  

Fragen über Fragen, die vor allem Aktien Einsteiger immer wieder Nerven kosten.

Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, habe ich die meiner Meinung nach 5 besten Investmentstrategien für Dich gesammelt und genauer unter die Lupe genommen.

In diesem Beitrag der Aktien Einsteiger Serie findest Du populäre Aktienstrategien, die sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte etabliert haben und auch von Top-Investoren wie Warren Buffet, Peter Lynch oder André Kostolany umgesetzt werden.

Schon gespannt?

Dann lass uns direkt starten!

Die Qual der Wahl: Welche Investmentstrategie darf es sein?

Puh, als Börseneinsteiger hat man es nicht leicht. Neben den ganzen theoretischen Grundüberlegungen, die die Börse so mitbringt und die Du Dir zwangsläufig aneignen musst, wartet auf Dich eine weitere wichtige Aufgabe: Die Wahl der eigenen Anlagestrategie.

Die Tatsache, dass unterschiedliche Meinung bezüglich der besten Börsenstrategie herrschen, macht die Auswahl nicht unbedingt einfacher.

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Aus diesem Grund möchte ich in diesem Beitrag einen neutralen und unvoreingenommenen Blick auf 5 Investmentstrategie werfen, die für Dich als Privatanleger besonders geeignet sein können.

Börsenstrategie 1: Value Investing

Als Value Investor bist Du auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Unternehmen, die eine aktuelle Unterbewertung aufweisen.

Durch die sogenannte Fundamentalanalyse wird der faire Wert eines Unternehmens ermittelt und anschließend mit dem aktuellen Börsenkurs verglichen.

Exkurs: Was ist die Fundamentalanalyse?

Bei der Fundamentalanalyse werden betriebswirtschaftliche und ökonomische Daten eines Unternehmens genauer unter die Lupe genommen. Hier spielen also Umsatz, Gewinn, Verschuldung, etc. eine sehr wichtige Rolle. Aktiencharts werden bei der Fundamentalanalyse hingegen keine Beachtung geschenkt. 

Logischerweise gilt bei dieser Strategie: Liegt der faire Wert des Unternehmens deutlich über dem aktuellen Börsenkurs, wird investiert.

Als der „Papst des Value Investing“ gilt Warren Buffet, der diese Investmentstrategie perfektioniert hat. 

Anlagehorizont: langfristig

Vorteile:

  • Einmal verstanden, lässt sich diese Investmentstrategie sehr leicht umsetzen
  • Alle benötigten Daten stehen kostenlos zur Verfügung
  • Es genügt, wenige Male den richtigen Riecher zu haben um ein großes Vermögen aufzubauen. Beispiele sind Coca-Cola, Amazon oder Facebook.

Nachteile:

  • Sehr zeitintensiv
  • Betriebswirtschaftliche Kenntnisse von Vorteil
  • Eine Unterbewertung ist heute sehr schwer zu finden, da alle Informationen grundsätzlich jederzeit für alle Investoren verfügbar sind. Gibt es überhaupt noch unterbewertete Unternehmen?

Fazit:

Die Value-Strategie gehört zu den besten und erfolgreichsten Investmentstrategien überhaupt. Dennoch erfordert sie ein hohes Maß an Fachwissen und Vorbereitung.

„Einfach mal so“ unterbewertete Unternehmen kaufen funktioniert nicht. Solltest Du diese Strategie tatsächlich umsetzen wollen, musst Du Dir im Klaren darüber sein, dass ein hoher Zeitaufwand betrieben werden muss.  

Börsenstrategie 2: Dividendenstrategie

Die Dividendenstrategie zählt wahrscheinlich zu den populärsten Investmentstrategien überhaupt.

Ziel dieser Strategie ist es, in Unternehmen zu investieren, die eine sehr hohen und vor allem zuverlässige Dividende bezahlen.

Wer diese Investmentstrategie umsetzt, kann sich über regelmäßige Dividendenzahlungen freuen und schafft sich einen passiven Einkommensstrom.

Wie effektiv die Dividendenstrategie sein kann, zeigt nachfolgende Grafik. Hier wird die Entwicklung des DAX mit und ohne Dividenden dargestellt.

JashuahDAX versus DAXKCC BY-SA 3.0

Doch Achtung: Es bedarf weitaus mehr, als einfach die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite auszuwählen. Auch bei dieser Strategie solltest Du in der Lage sein, Unternehmen zu bewerten.

Schließlich sind dauerhafte und langanhaltende Dividenden der Ausfluss aus zuverlässigen Unternehmensgewinnen. Und die machen schlechte Unternehmen erfahrungsgemäß nicht.

Anlagehorizont: langfristig

Vorteile:

  • Lässt sich auch für Privatanleger einfach umsetzen
  • Durch Dividenden wird ein passiver Einkommensstrom geschaffen
  • Dividendenerträge können wiederum investiert werden
  • Reinvestierte Dividenden kurbeln den Zinseszins-Effekt erheblich an 

Nachteile:

  • Dividendenzahlungen werden nach Ausschüttung vom Aktienkurs abgezogen
  • Bei ausländischen Dividenden fällt die Quellensteuer an. Diese zurückzuholen kann je nach Land kompliziert sein.
  • Verleitet dazu, den Blick nur noch auf Dividendenrendite zu lenken und restliche Faktoren außer Acht zu lassen

Fazit:

Die Dividendenstrategie gehört für mich zu den besten Investmentstrategien für Privatanleger.

Nicht nur die Tatsache, dass durch Dividendenerträge neues Investmentkapital geschaffen wird, sondern auch die Tatsache, dass es sich bei guten Dividendenunternehmen häufig auch um hochwertige Firmen handelt (Achtung: nicht immer!) spricht für diese Strategie.

Börsenstrategie 3: Growth Strategie

Der Begriff „Growth“ lässt sich auch mit „Wachstum“ übersetzen.

Hier ist der Name Programm!

Anhänger der Growth Strategie suchen gezielt nach jungen Wachstumsunternehmen mit einzigartigen Geschäftsmodellen, Alleinstellungsmerkmalen oder innovativen Produkten.

Ziel ist es, in junge Unternehmen zu investieren, die ein enormes Wachstumspotenzial aufweisen. Diese Unternehmen sind häufig im Technologie- und Softwaresektor zu finden.

Anlagehorizont: mittel- bis langfristig

Vorteile:

  • Sehr hohe Renditen möglich, sofern auf die richtigen Unternehmen gesetzt wird
  • Recherchen lassen sich kostenlos im Internet durchführen

Nachteile:

  • Erfahrung nötig. Anfänger tun sich in der Regel schwer
  • Teilweise sehr spekulativ, da die Unternehmen häufig noch nicht bewiesen haben, dass sie tatsächlich erfolgreich sind
  • Hohe Volatilität im Kurs, die bei unerfahrenen Anlegern zu Fehlentscheidungen und Panik führen kann.

Fazit:

Geübte Privatanleger, die bereits auf einige Jahre Börsenerfahrung zurückblicken, können sich an diese Strategie wagen.

Aktien Einsteigern hingegen rate ich ab, sich allein auf Unternehmen zu verlassen, die zu dieser Strategie passen..

Insbesondere die Tatsache, dass häufig wenige Beweise für die tatsächliche Profitabilität der Growth-Unternehmen vorhanden sind, erweist sich als schwierig.

Börsenstrategie 4: Passiv investieren in ETFs

Das monatliche Investieren in ETFs (in Form von Sparplänen) erfreut sich bei Privatanlegern einer immer größer werdenden Beliebtheit. Zuwächse von bis zu 10 Prozent pro Quartal verzeichnen ETFs aktuell.

Kurzer Exkurs: Was sind ETFs?

Ein ETF (Exchange traded funds) ist ein sogenannter Indexfonds. Er bildet einen Börsenindex 1:1 ab. Ein DAX-ETF bildet also den Deutschen Aktienindex ab und fällt bzw. steigt analog zu diesem Index. Verwaltet wird ein ETF von einem Computer, nicht wie ein Investmentfonds, von einem Fondsverwalter.

Der Erfolg von ETFs kommt nicht von ungefähr. Ein ETF-Sparplan ist binnen weniger Sekunden eingerichtet und der Aufwand im Anschluss gleich Null.

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Auch die Renditeerwartungen sind durchaus respektabel und im durchschnittlichen Bereich zwischen 5% – 8% p.a.

Ein zusätzlicher Pluspunkt ist der Kostenfaktor. Da ETFs automatisiert verwaltet werden, liegen die jährlichen Gebühren im Bereich von 0,3% bis 0,6%.    

Anlagehorizont: langfristig

Vorteile:

  • Leicht und schnell umzusetzen
  • ETF-Sparpläne lassen sich voll automatisieren. Einmal eingerichtet fällt keine neue Arbeit an
  • Da ein ETF aus einem „Korb“ aus vielen verschiedenen Einzelunternehmen besteht, wird Dein Kapital bestmöglich bestreut. Es gibt ETFs, die Indizes abbilden, welche über 1000 Unternehmen enthalten
  • Die Kosten eines ETF sind sehr gering
  • Keine aufwendige Aktienanalyse nötig

Nachteil:

  • Da ETFs einen Index 1:1 abbilden, wirst Du niemals in der Lage sein, eine höhere Performance zu erzielen, als der Gesamtmarkt
  • Es fallen Veraltungsgebühren an, die bei Aktien nicht berechnet werden

Fazit:

ETFs sind der meiner Meinung nach beste Weg, um als Privatanleger in den Aktienmarkt einzusteigen. Durch die breite Streuung des Kapitals schwindet das Verlustrisiko und auch der Aufwand ist quasi gleich Null.

Insbesondere Einsteiger mit noch keinem großen Kapital können mit dieser Anlagestrategie an der Börse teilhaben. ETF-Sparpläne sind schon ab 25 Euro pro Monat möglich.

Börsenstrategie 5: Buy an Hold

Während Warren Buffet als der perfekte Value Investor gilt, hat die Buy an Hold Strategie vor allem André Kostolany geprägt.

„Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ André Kostolany

Mit diesem legendären Zitat bringt Kostolany den Charakter der Buy an Hold Strategie genau auf den Punkt. Ziel dieser Anlagestrategie ist es, Aktien von qualitativ hochwertigen Unternehmen zu kaufen und diese über Jahrzehnte zu halten.

Das Paradebeispiel dieser Investmentstrategie ist Amazon. Wer im Jahr des Börsengangs, 1997, für 1.000 Dollar Anteile des Unternehmens erworben hätte, würde heute über das unglaubliche Vermögen von 640.000 Euro verfügen.

Ganz so einfach, wie es sich auf dem Papier vielleicht liest, ist diese Aktienstrategie jedoch nicht. Schließlich musst Du auch hier in der Lage sein, gute Unternehmen zu erkennen. Schließlich werden nur diese Unternehmen erheblich an Wert gewinnen.

Buy and hold ist eng verflochten mit dem Value-Investing, wobei hier nicht unbedingt nach Unterbewertungen gesucht werden muss.  

Anlagehorizont: langfristig

Vorteile:

  • Kein Zeitaufwand mehr, nachdem eine Anlageentscheidung einmal getroffen wurde
  • Hohe Rendite mit nur einem Investment möglich
  • Keine hohen Kosten, da Käufe bzw. Verkäufe nur sehr selten getätigt werden

Nachteile:

  • Du musst in der Lage sein, Unternehmen zu analysieren um wirklich nur in die besten zu investieren

Fazit:

Die Buy an Hold Strategie hat sicherlich viele Vorteile. Dennoch ist sie meiner Meinung nach für Einsteiger eher nicht geeignet. Diese Investmentstrategie sollte nur von erfahrenen Börsianern umgesetzt werden, die sich bereits gute Fähigkeiten in Sachen Unternehmensanalyse angeeignet haben.

Unerfahrene Anleger neigen bei der Buy an Hold Strategie leider dazu, „Depotleichen“ über mehrere Jahre mitzuschleppen, was die Rendite erheblich schmälert.

Ergebnis: die richtige Anlagestrategie gibt es wirklich für jeden!

Du hast die Qual der Wahl!

Für wirklich jeden Privatanleger gibt es genügend Anlagestrategien, die sich mit wenig Zeitaufwand umsetzen lassen und die durch viele Vorteile glänzen. Die Gewinner sind für mich ganz klar die Dividendenstrategie und die ETF-Strategie, da diese die geringsten Risiken für Privatanleger mitbringen.  

Eines solltest Du jedoch auf keinen Fall tun: Auf eine konkret ausformulierte Anlagestrategie verzichten. Nur wenn Du eine auf Dich abgestimmte Anlagestrategie verfolgst, kannst Du auch über viele Jahrzehnte erfolgreich an der Börse agieren und typische Anfängerfehler vermeiden!

Dein Depotstudent Dominik

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