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MEINE GIERIGEN ERFAHRUNGEN: Wikifolio

Klassisches Wikifolio

Heute mache ich keinen Mucks! Bühne frei für einen spannenden Gast:

Ein eigenes Wikifolio ist Teil meiner Geschichte. Eine Geschichte, in der ich in fünf Jahren die Börse intensiv kennengelernt habe und keinen Erfolg hatte. Ich habe in dieser Zeit seit dem Jahr 2014 unzählige Produkte an der Börse ausprobiert und habe alles versucht, um Geld zu verdienen. Am Ende meiner Geschichte aus Aktien, Optionsscheinen, einem Wikifolio und CFDs stand jedoch ein Verlust von 50.000 Euro. Dies ist der dritte Teil meiner Geschichte und somit der Erfahrungsbericht über die Arbeit mit und im Wikifolio.

Der vollständige Erfahrungsbericht besteht aus folgenden Teilen:

  1. Als Daytrader ein Vermögen verloren
  2. MEINE BITTEREN ERFAHRUNGEN im Aktienhandel
  3. MEINE ERFAHRUNGEN: Optionsscheine + Hebelprodukte
  4. MEINE GIERIGEN ERFAHRUNGEN: Wikifolio
  5. MEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN: CFD Trading

Darf ich vorstellen: Ich bin Jens und heute 33 Jahre alt. Ich wohne im Weserbergland, bin seit 2014 verheiratet und habe einen kleinen Sohn. Angestellt bin ich in einem Logistikunternehmen als Controller. Das Wikifolio aus meinem Erfahrungsbericht führte ich über einen Zeitraum von zwei Jahren von 2015 bis 2017.

Hier gibt es notwendige Infos zu Wikifolio (Anleger vs. Trader):

Zu Wikifolio*

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Wikifolio als Trader

Bevor wir in meine Erfahrungen mit Wikifolio einsteigen, möchte ich Dir kurz erklären, was das überhaupt ist, dieses Wikifolio.

Es handelt sich dabei um eine Social-Trading-Plattform. Als User hast Du die Möglichkeit, Dir die Depots von anderen Tradern anzuschauen. Du kannst live alle An- und Verkäufe der verschiedenen Depots und Produkte beobachten und auf Wunsch selbst nachtraden. Ein anderer Vorteil von Wikifolio ist das Eröffnen eigener Depots. Hierdurch kannst Du Handelsstrategien kostenlos ausprobieren und wie bei einem Börsenspiel Aktien und Hebelprodukte kaufen und verkaufen. Die Auswahl an Produkten ist riesig, da Wikifolio nach meinen Erfahrungen mit den Emittenten L&S, Societe Generale und HSBC zusammenarbeitet.

Deren Aktien, Zertifikate, ETFs und Hebelprodukte kannst Du größtenteils in Dein Depot legen. Du gibst vor Erstellung eines Depots jedoch an, ob Du mit Hebelprodukten arbeiten wirst oder nicht. Nach Gründung des Wikifolios schaust Du einem fiktiven Kurs, der immer bei 100 Euro startet beim Fallen und Steigen zu, ohne dass reales Geld betroffen ist.

Besonders spannend wird es, wenn die Wikifolios von den Tradern auf “investierbar” gestellt werden. In diesem Fall entfernt sich Wikifolio vom Börsenspiel und wird zu einem Finanzprodukt. Du kannst also nach investierbaren Wikifolios suchen und in diese mit Deinem Geld investieren. Somit vertraust Du Hobby- und Profitradern Geld an, die versuchen, dieses zu vermehren. Damit Du rentable Wikifolios findest, kannst Du über eine Suche Deine Wünsche realisieren.

Wikifolio-Suche
Wikifolio-Suche

So hast Du zum Beispiel die Möglichkeit, Depots mit Hebelprodukten auszuschließen, damit das Risiko minimiert ist. Eine weitere Risikominimierung gibt es über das Real-Money-Zertifikat. Dieses besagt, dass der Trader selbst mit eigenem Geld investiert ist und dadurch nicht nur mit fremdem Geld “spielt”. Bei investierbaren Wikifolios kommt jedoch immer hinzu, dass Dir als Investor Kosten anfallen. Eine Zertifikatgebühr in Hohe von 0,95 % und eine Gewinngebühr in Höhe zwischen 5 und 20 % werden fällig.

Zu Wikifolio*

Erste negative Erfahrungen als Investor

Noch bevor ich selbst Wikifolio als Trader nutzte, kaufte ich mich relativ früh in meiner Zeit an der Börse in fremde Wikifolios ein, um Verdienst zu machen. Ich hatte von der Plattform Wikifolio als solche in einem Internetforum gelesen und war davon angetan, wie dort transparent durch Profis gehandelt wird. Mit der heutigen Erfahrung weiß ich, dass die Profis größtenteils selbsternannt sind und am Ende nahezu alle als Daytrader gescheitert sind.

Ich durchsuchte die Depots nach interessanten Produkten und natürlich daraufhin, wo ich am schnellsten Geld machen konnte. Geduld war nicht meine Stärke und ich wollte Geld verdienen. Auf eine lange Konstanz der Wikifolios schaute ich erst recht nicht. Mir war es wichtig, dass die Kurse steil nach oben zeigten, auch wenn es nur wenige Wochen der Fall war. Also investierte ich in fremde Depots, die von Laien geführt wurden und selbstverständlich Hebelprodukte enthielten.

Der Anfang läuft

Wie so oft in meinen fünf Jahren an der Börse sah alles zu Anfang recht gut aus. Die Depots in die ich investierte, stiegen wie in den Wochen seit Ihrer Gründung und ich war sehr froh, dass ich jemandem mein Geld anvertraut hatte, der scheinbar etwas von seinem Fach verstand.

Scheinbar, denn nach nur wenigen Tagen ging es bei den meisten Wikifolios bergab. Die Depotbesitzer begangen nach und nach dieselben Fehler, die die meisten Daytrader früher oder später begehen: Sie setzten auf das Prinzip Hoffnung und ließen ihre Verlusttrades laufen, anstatt diese zu begrenzen. Als Daytrader kannst Du hundert gute Trades machen. Solltest Du jedoch bei nur einem Verlusttrade aus Trotz falsch handeln, frisst dieser alle Gewinne auf und kann das gesamte Depot zerstören.

Diesen Fehler begingen alle Depotbesitzer, bei denen ich investiert war und mein eingesetztes Kapital war nahezu nichts mehr wert.

Klassisches Wikifolio
Klassisches Wikifolio
Zu Wikifolio*

Das eigene Wikifolio als Trader

Obwohl ich also negative Erfahrungen gemacht hatte, wollte ich Wikifolio auf eine andere Weise für mich nutzen. Ich hatte sehr viel Geld mit dem Handel von Hebelprodukten verloren, wie Du im Teil zwei in meinem Erfahrungsbericht zur Börse nachlesen kannst.

Da ich mir dieses Geld wiederholen wollte und ich an den Ordergebühren bei meiner Depotbank verzweifelte, wollte ich ein eigenes Wikifolio. Eigentlich sind diese dafür da, dass die Depotinhaber durch gutes Trading Investoren anlocken und von den Performancegebühren profitieren. Ich hingegen hatte den Plan, selbst in mein Wikifolio zu investieren und nur noch darin zu traden, da keine Ordergebühren im Wikifolio selbst anfallen. Der Plan an sich hat auch funktioniert und ist nach meinen Erfahrungen allen Daytradern zu empfehlen, die Ordergebühren sparen wollen. Natürlich besteht das Risiko, dass fremde Investoren ebenfalls Geld in Dein Wikifolio stecken, aber dafür fallen Dir als Trader keine Ordergebühren an und Du zahlst nur die jährliche Depotgebühr.

Eröffnungsgespräch mit Wikifolio

Ich trat also in Kontakt mit Wikifolio und eröffnete ein Depot. Da meine Familie und mein Freundeskreis von all meinen Aktivitäten an der Börse nichts mitbekommen sollten, wollte ich es so geheim wie möglich halten.

Wikifolio führt jedoch mit einem Depotbesitzer ein Eröffnungsgespräch durch, weshalb ich mir extra einen Morgen Urlaub genommen hatte, um geheim telefonieren zu können. Jedes Depot braucht eine Handelsidee, die im völligen Konjunktiv geschrieben sein muss. Gemeinsam mit dem Servicemitarbeiter gestaltete ich so in einer Stunde mein Wikifolio und war danach bereit für den Finanzmarkt.

Mein Depot bei Wikifolio wurde in den folgenden Wochen bei Lang & Schwarz zu einem investierbaren Finanzprodukt umgewandelt und erhielt eine eigene WKN und ISIN. Dies dauert nach meiner Erfahrung acht Wochen. Im Anschluss konnte das Produkt an der Börse gehandelt werden und war für alle Investoren geöffnet.

Zu Wikifolio*

Die Arbeit mit dem eigenen Depot

Ich war nun Depotbesitzer und hatte seit Herbst 2015 ein eigenes Finanzprodukt an der Börse. Die Arbeit mit Wikifolio fiel mir einfach, da ich bereits in den Jahren zuvor Hebelprodukte gehandelt hatte, wenn auch ohne Erfolg. Aber ansonsten funktioniert Wikifolio wie eine klassische Online-Depotbank, nur ohne Ordergebühren. Zunächst vom Juni bis September handelte ich mit Spielgeld, bis ich mit der Plattform vertraut war.

Dies lief sehr gut und ich schaffte es, meinen Depotwert von 100 Euro auf 205 Euro hochzuschrauben.

Mein Wikifolio
Mein Wikifolio

Ich hätte also mein investiertes Geld verdoppelt, doch war mein Wikifolio zu dem Zeitpunkt noch nicht investierbar. Erst im Oktober kaufte ich mich nach und nach für zunächst 10.000 Euro in mein eigenes Wikifolio ein, nachdem ich die Meldung erhielt, dass Lang & Schwarz emittiert hatte. Kaum war ich selbst investiert, kam der Absturz, wie auf dem Screenshot zu erkennen ist. Innerhalb von wenigen Tagen durchbrachen mehrere Hebelprodukte die KnockOut-Schwelle und mein Depotwert fiel ins Bodenlose.

Aus Fehlern lernen?

Natürlich kaufte ich wie so oft im Verlust nach, um den Einstiegspreis zu drücken. Letztendlich waren es 20.000 Euro, die so in meinem Wikifolio steckten. Tatsächlich erholte sich der Depotwert noch ein wenig, wie es sich anhand der Kurve erkennen lässt. Der eingezeichnete Spike ist hingegen ein Systemfehler, der bei Wikifolio nach meiner Erfahrung leider häufiger vorkommt.

Doch in den Monaten nach der Erholung ging es weiter langsam aber stetig bergab, da ich an meiner Strategie nichts änderte. Schlimmer war jedoch die Tatsache, dass mittlerweile Investoren bei mir eingestiegen waren. Warum auch immer. Ich verzockte also nicht nur mein Geld, sondern auch das meiner Investoren. Ein ganz schlimmes Gefühl für die eigene Psyche.

Und dann flog ich auf

Das Ende von Wikifolio kam dann nicht freiwillig, sondern durch einen blöden Zufall. Ich wurde völlig unvorbereitet von einem Freund gefragt, was ich denn bei Wikifolio machen würde. Total schockiert fragte ich ihn, woher er das wüsste und er erzählte mir, er hätte mich gegoogelt und dann in den Ergebnissen mein Wikifolio gefunden. Dies war mir völlig unbekannt und sei Dir ein guter Rat, bevor Du eventuell selbst überlegst, bei Wikifolio einzusteigen. Du stehst als Depotbesitzer mit Echtnamen im Internet. Ich zog also völlig panisch die Reißleine und bat Wikifolio um die Löschung meines Depots, was glücklicherweise äußerst schnell umgesetzt wurde.

Ich selbst hatte durch Wikifolio, anstatt einem Verdienst, beachtliche 15.000 Euro Verlust gemacht.

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Fazit zu Wikifolio

Nach meinen Erfahrungen ist Wikifolio für Daytrader ein perfektes Mittel, die Ordergebühren für immer einzusparen. Mit einer einfachen Idee ist es möglich, selbst in das eigene Depot zu investieren und fortan nur noch kostengünstig über Wikifolio zu handeln. Daytrader, die nur auf fremdes Kapital hoffen, um über die Performancegebühren Verdienst machen möchten, müssen hingegen sehr gut sein und ihr Fach verstehen. Nur bei einem neuen Höchststand im Wikifolio erhält der Trader die Performancegebühr, was bedeutet, dass er dauerhaft neue Höchststände erreichen muss, um Geld zu verdienen.

Für Investoren hingegen ist Wikifolio ein Risiko. Wenn Du Dein Geld anderen Tradern überlässt, gehst Du ein hohes Risiko ein. Es sei dir zu empfehlen, dass Du nur in Produkte investierst, die mit echtem Geld der Depotbesitzer gefüllt sind, damit diese verantwortungsbewusst handeln. Außerdem ist ein Verzicht auf Hebelprodukte sinnvoll. Nach meinen Erfahrungen gewinnen am Ende nur die Depots, die herkömmliche Aktien handeln, wovon es einige erfolgreiche und lohnenswerte Beispiele gibt.

Erfolgreiches Wikifolio
Erfolgreiches Wikifolio

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Ich hoffe, Dir hat der Erfahrungsbericht von Jens gefallen!

Dein Depotstudent Dominik

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