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MEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN: CFD Trading

CFD Produktübersicht

Heute mache ich keinen Mucks! Bühne frei für einen spannenden Gast:

In fünf Jahren an der Börse habe ich so viele Erfahrungen gesammelt, dass ich diese in mehreren Geschichten zusammenfasse und erzähle. Ich habe über den normalen Aktienhandel gestartet und wollte schnell mehr. Es folgten Hebelprodukte und ein Wikifolio, bis ich die Differenzkontrakte (CFD) kennenlernte. In diesem letzten Teil meiner Geschichte erfährst Du, wie meine Erfahrungen im CFD Handel ausfielen. Letztendlich habe ich in den Jahren alles falsch gemacht, was man an der Börse nur falsch machen kann. Dies ist mein Erfahrungsbericht zu den Differenzkontrakten.

Der vollständige Erfahrungsbericht besteht aus folgenden Teilen:

  1. Als Daytrader ein Vermögen verloren
  2. MEINE BITTEREN ERFAHRUNGEN im Aktienhandel
  3. MEINE ERFAHRUNGEN: Optionsscheine + Hebelprodukte
  4. MEINE GIERIGEN ERFAHRUNGEN: Wikifolio
  5. MEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN: CFD Trading

Mein Name ist Jens und ich habe an der Börse 50.000 Euro verloren. Ich bin wohnhaft im Weserbergland, verheiratet und Vater eines einjährigen Sohnes. Der CFD Handel, der bei mir alles andere als eine Erfolgsgeschichte war, bestimmte mein Leben in den Jahren 2017 und 2018. Heute bin ich 33 Jahre alt und habe die Börse größtenteils hinter mir gelassen.

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CFD Trading als Königsdisziplin

Das CFD Trading gilt als Königsdisziplin für Daytrader. Die Differenzkontrakte werden über spezielle CFD Broker wie GKFX, Admiral Markets, IG, flatex und Co. zur Verfügung gestellt. Noch vor zwei Jahren hatte der CFD Handel einen schlechten Ruf, da eine Nachschusspflicht herrschte, Du als Trader also mehr verlieren konntest, als Du eingezahlt hattest. Diese Nachschusspflicht gibt es nach neuen Regularien der EU nicht mehr, wodurch das Risiko deutlich minimiert wurde. Bei Differenzkontrakten setzt Du als Trader auf steigende oder fallende Kurse für unzählige Produkte, wie Aktien, Rohstoffe, Währungen oder Metalle.

CFD Produktübersicht
CFD Produktübersicht

Hierzu wählst Du eine Stückelung für ein gewünschtes Finanzprodukt. Zum Beispiel entscheidest Du Dich für die Größe 0,5 auf den Aktienindex DAX, was bedeutet, dass Du für jeden Daxpunkt 0,50 Euro gewinnst oder verlierst. Für die eingegangene Position wird ein Teil Deines eingezahlten Kapitals als Marge gebunden. Du kannst so lange Trades eingehen, bis das eingezahlte Kapital komplett gebunden ist. Über die Größe der Positionen steigerst oder verringerst Du das eingesetzte Kapital und somit den Hebel.

CFDs – das perfekte Instrument für Trader

Differenzkontrakte sind Aktienprodukte für Daytrader, da unzählige Positionen am Tag eingegangen werden können und die Programme in Sekundenschnelle kaufen und verkaufen. Kleinste Veränderungen am Markt können somit ausgenutzt werden.

Ich war in meiner Zeit als CFD Trader teilweise mit 30 Euro pro Punkt im Dow Jones investiert, aber dazu später mehr. Wichtig zu wissen ist noch, dass für das Halten der Differenzkontrakte eine sogenannte Overnight-Pauschale anfällt. Das heißt, Du bezahlst um 23:00 Uhr zum Börsenschluss eine Gebühr für alle Positionen, die noch offen sind. Der CFD Handel läuft die ganze Nacht durch und pausiert nur eine Stunde am Tag sowie am Wochenende.

Da die kleinsten Marktbewegungen, Nachrichten und Daten live gehandelt werden können, ist der CFD Handel ein Produkt, welches tatsächlich süchtig machen kann. Insbesondere durch Apps auf dem Handy, die das Traden problemlos an jedem Ort an der Welt möglich machen, was ich in meiner Zeit schmerzlich erfahren musste.

Die ersten Schritte

Wie Du in meinem Erfahrungsbericht zum Wikifolio lesen konntest, hatte ich vor dem Start mit Differenzkontrakten bereits ein Minus von knapp 30.000 Euro angehäuft und musste dieses Geld wiederholen. Da das Wikifolio für mich nicht mehr erreichbar war, musste ich mich nach einer Alternative umschauen. Ich hatte bereits sehr viel über den CFD Handel gelesen und darüber, wie einfach und transparent dieser ist, was ich nach meinen Erfahrungen auch bestätigen kann.

Also suchte ich mir einen Broker und entschied mich letztendlich für eine Kontoeröffnung bei GKFX. Über PostIdent musste ich mich ausweisen und bekam schon nach wenigen Stunden ein Konto eröffnet, auf das ich mit 30.000 Euro einen großen Teil von meinen verbliebenen Ersparnissen überwies. Bereits am nächsten Tag hatte ich das Geld auf dem CFD Konto und ich konnte meine ersten Erfahrungen im CFD Handel machen, welche mich sofort faszinierten.

CFDs – eigentlich ganz easy

Eine CFD Plattform ist intuitiv aufgebaut und der Handel mit Geld lässt sich dort am besten mit einem Computerspiel vergleichen. Im Sekundentakt kommen die Stände der zu handelnden Produkte rein und blinken munter rot oder grün. Ich ging also wieder meine Positionen ein und startete zunächst mit Kontrakten in der Größenordnung von 0,3 auf DAX und Dow Jones.

Klick – kaufen. Zahl wird grün – Klick – Verkaufen. Kontosumme ist angestiegen. Faszinierend, wie einfach so eine Plattform ist. Die Transparenz ist wirklich überragend und das schnelle Traden auf unterschiedlichen Märkten nur für Spreadkosten ein zusätzliches Highlight.

Ein Spread ist übrigens so etwas wie eine versteckte Ordergebühr. Kaufst Du beispielsweise eine Position im DAX, so musst Du bei GKFX 0,8 Punkte mehr zahlen, als es der Index widerspiegelt. Du gehst sozusagen immer 0,8 Punkte schlechter in den Markt. Jedes zu handelnde Produkt hat einen eigenen festen Spread, den es zu zahlen gilt.

Eine kurze Erfolgsgeschichte

Ich startete nach Hebelprodukten und dem Wikifolio also mit der nächsten Phase an der Börse und tradete im CFD Konto. Dieses Finanzprodukt schien wie für mich gemacht zu sein. Es gab keine Knock-Out-Schwelle und kein Ablaufdatum mehr, sodass ich mit meiner Taktik des Aussitzens endlich Erfolg hatte. Unzählige Produkte vom spanischen IBEX, über den neuseeländischen Dollar, über Platin bis hin zum Öl der Sorte Brent landeten in meinem Depot und ich führte über jede gewonnene Position akribisch Buch in einer Exceltabelle.

CFD Exceltabelle
CFD Exceltabelle

Ich hatte das Glück, dass nahezu jede meiner Positionen durch Aussitzen irgendwann wieder in den Gewinn lief. Nur sehr wenige Verlusttrades musste ich schließen und wenn, dann verrechnete ich diese gleich mit einem Gewinntrade. Diese Phase war richtig erfolgreich und ich schaffte es tatsächlich, mein Konto von 30.000 auf 50.000 Euro anzuheben. Nur noch wenige Wochen und ich hätte es nach meiner Erfahrung tatsächlich geschafft, die 30.000 Euro zu verdoppeln und somit wieder bei null angekommen zu sein.

Und dann fingen die Fehler wieder an

Den ersten Fehler, den ich nach dieser kurzen Erfolgsgeschichte beging, war das Hochrechnen meiner Gewinne. Ich errechnete in Excel meinen bisherigen durchschnittlichen Tagesgewinn, was etwa 200 Euro nach Steuern waren und addierte diesen zusammen. Täglich diesen Betrag und ich wäre mit etwa 52 Jahren nach Zinseszins Millionär gewesen. Ein traumhafter Ausblick und schon war der Druck zurück.

Ich ging in den folgenden Tagen und Wochen noch mehr Positionen ein, damit ich täglich irgendwie diese 200 Euro nach Steuern erreichen würde. Auf der Gewinnseite gelang mir dies auch meist, da ich im CFD Konto die Möglichkeit hatte, sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse zu setzen. Doch wie so oft in den vergangenen Jahren beging ich den alten Fehler und strich die Gewinne ein, während ich die Verluste laufen ließ.

Der wirklich schlimme Erfahrungsbericht

Es hatten sich also unzählige Verlusttrades aufgebaut und der Markt stieg immer weiter. Es war September 2018 und der Dow Jones stand vor einem neuen Allzeithoch. Ich hatte hingegen noch immer zahlreiche Shortpositionen, die teilweise 3.000 Punkte im Minus waren. Da ich die App von GKFX mittlerweile auf meinem Handy hatte, verging kaum eine Minute, in der ich nicht auf den Kurs schaute.

CFD App
CFD App

Meine einst 50.000 Euro waren wieder auf 20.000 Euro geschrumpft und ich hoffte noch immer auf einen Rücksetzer der Kurse. Das Handy war mein ständiger Begleiter. Nach meinen Erfahrungen im CFD Handel ist das Traden via App eine noch schlimmere Stufe der Sucht. Du nutzt jede Gelegenheit, um die Kurse zu checken. Im Bad nach dem Duschen, beim Zähneputzen, beim Fernsehabend, auf der Party, an der Ampel, in der Warteschlange beim Discounter. Es gab keinen Zeitpunkt des Leerlaufs, den ich nicht für einen Blick auf die Kurse nutzte.

23 Stunden CFD Handel am Tag

Hinzu kommt, dass die Kurse beim CFD Handel an 23 Stunden am Tag laufen. Ich war Vater geworden und das bringt mit sich, dass Du nachts häufiger aufstehen musst. Was tat ich natürlich? Ich entdeckte den Nikkei für mich, da die Japaner durch die Zeitverschiebung nachts arbeiten. Müdigkeit und nächtlicher Ärger kamen somit hinzu.

Da nach meinen Erfahrungen jedoch alles Traden nichts half (der Markt stieg weiter), bekam ich immer mehr Panik und ich versuchte immer verrücktere Dinge. Um dem Markt blind zu folgen, setzte ich teilweise bis zu 30 CFD auf einen Punkt im Dow Jones. Nachts schlief ich kaum noch und ich bekam deutlich mit, wie meine Gesundheit abbaute. Zudem fiel meinem Umfeld auf, dass ich heimlich ständig auf das Handy schaute und ich reagierte launisch, wenn ich darauf angesprochen wurde.

Es war eindeutig die schlimmste Phase und natürlich half alles Hoffen nichts. Im Oktober 2018 stand mein Depot bei 10.000 Euro und ich hatte alleine durch den CFD Handel 20.000 Euro verloren. Insgesamt stand also ein Minus von 50.000 Euro in fünf Jahren Börse. Für mich war es Zeit, die Reißleine zu ziehen.

Ein abruptes Ende

Von einem Tag auf den anderen schloss ich alle Positionen, die bisher noch Buchverluste waren und behielt die restlichen 10.000 Euro auf dem Konto. Einen größeren Schlussstrich hätte ich mir nach meiner Erfahrung nicht vorstellen können. Die Geschichte war für mich beendet und ich löschte sogar diese unerträgliche App von meinem Handy. Da mir noch 10.000 Euro blieben und ich nicht gänzlich aufhören konnte, handelte ich ab November weiterhin Differenzkontrakte in sehr kleinen Mengen und ausnahmslos zu einhundert Prozent nach Regeln.

CFD Aktueller Trade
CFD Aktueller Trade

Außerdem nur noch zu normalen Handelszeiten und immer außerhalb meiner Freizeit. Seit nunmehr über sechs Monaten bin ich mit kleinen Gewinnen und kleinen Verlusten unterwegs, aber am Ende im Plus. Ich werde die verlorenen Summen wohl niemals wieder einfahren und habe mich davon verabschiedet, das Geld wiederzubekommen. Dennoch würde ich jedem Daytrader den CFD Handel empfehlen.

Es gibt keine Methode, die transparenter, einfacher und zugleich anonym und sicher ist. In Sekundenschnelle kannst Du auf geänderte Marktsituationen reagieren und jeden Spike der Kurse problemlos erwischen. Außerdem stehen dir über Stop Loss und Pending Order zwei Instrumente zur Verfügung, mit denen Du bestimmte Marken in den Kursen nutzen kannst. Die Plattformen der Broker für Differenzkontrakte sind übersichtlich und bieten jede Menge Tools für die Charttechnik. Als Daytrader wirst Du nach meiner Erfahrung beim Handel mit CFD alles vorfinden, was Du benötigst.

Achtung!

Wer wirklich Interesse daran hat, sich mit Trading Schritt für Schritt etwas aufzubauen – z.B. nebenberuflich – sollte sich nach hochwertigen Youtube-Videos umschauen oder (besser noch) Videokurse mit der Möglichkeit für konkrete Rückfragen nutzen.

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Falls der Kurs doch nichts für Dich ist, gehst Du jedenfalls kein Risiko ein. 🙂

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Ich hoffe, Dir hat der Erfahrungsbericht von Jens gefallen!

Dein Depotstudent Dominik

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2 Kommentare

  1. Wow, was für eine Story. Habe mir jetzt alle Artikel der Reihe durchgelesen und kann den armen Kerl schon irgendwie verstehen. Die Sucht nach dem großen Gewinn ist an der Börse riesig und einmal falsch abgebogen wird es schwer, den Strudel zu verlassen.

  2. Hallo in die Runde,
    super Erfahrungsbericht übers Traden.
    Ich habe auch eine Erfahrung gemacht: ich bin Kunde bei IG Markets und wollte mir jüngst mein Geld wieder auszahlen lassen.
    Eine Auszahlung wurde abgelehnt! Meine Kontodaten habe ich online bei IG Markets hinterlegt und trotzdem zahlen sie nicht aus!
    Dort angerufen erzählte man mir, dass man mir nicht glaube, dass dies wirklich mein Konto sei und ich solle das mal nachweisen!
    Sie verstecken sich damit hinter der britischen Finanzaufsicht und der Bafin, dass sie als Broker dazu verpflichtet seien.
    Ich habe keine Ahnung, ob dem so ist und ich warte nunmehr auf eine Reaktion von IG Markets und vor allem: auf mein Geld!
    Viele Grüße, SME

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