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Darum kaufe ich als Student keine Aktien

Luxus Spiegel gold

„Aktien sind super, Aktien bringen viel Rendite!“

„Aktien sind gefährlich, da verliert man so schnell all sein Geld.“

Dass Aktien nicht für jedermann geeignet sind und man auf die speziellen Voraussetzungen der potenziellen Anleger achten muss, ist kein Geheimnis. Sie sind weder grundsätzlich gut noch grundsätzlich schlecht. Aber man muss sehr genau schauen, ob sie zur eigenen Situation passen und was die Ziele der Geldanlage sind.

Warum ich als Student keine einzelnen Aktien kaufe und andere Anlageformen bevorzuge, erläutere ich im Folgenden.

Market Timing als Strategie

„Bei Aktieninvestments kommt es auf den richtigen Einstiegszeitpunkt an“ – danke für diesen Rat. Irgendwie profan, aber natürlich ist die Aussage grundsätzlich korrekt. Nur: Wie finde ich (ein Student, der sich maximal klassische Lektüre zur Geldanlage reinprügeln oder aktuelle Börsennews verfolgen kann) denn bitte den richtigen Einstiegszeitpunkt?

Geht nicht gibt’s nicht? Geht nicht gibt’s sehr wohl!

Manchmal heißt es: „Aber ein Kumpel von mir meinte letztens er habe in den letzten drei Monaten 10 % mit Aktie XY gewonnen“. Glückwunsch, das ist äußerst erfreulich für ihn! Aber was passiert die restlichen Male, bei denen er vergeblich versucht, den Markt zu schlagen?

Wenn selbst erfahrene Manager von Investmentfonds die Vergleichsindizes regelmäßig nicht schlagen, dann kann ich das doch eigentlich vergessen, oder? Diese Manager machen das immerhin hauptberuflich und haben teilweise Einblicke, von denen Otto Normalverbraucher vielleicht ein halbes Jahr später erfährt – wenn überhaupt!

Wird Aktie A oder B mehr an Wert zunehmen? Oder vielleicht doch Aktie C oder D? Da geht es um Prognosen, die ein normaler Anleger zwar aufstellen kann, welche im Mittel aber eine ernüchternd geringe Trefferquote aufweisen werden. Ganz klar ist: bei Aktien kommt es auf das richtige Timing an. Und natürlich auf die richtigen Aktien.

Transaktionskosten erschweren Spekulationen mit häufigen Käufen und Verkäufen natürlich noch und bieten Kleinanlegern kaum eine Chance, auf Dauer erfolgreich zu spekulieren.

Fehlende Diversifikation

Im Gegensatz zu Investmentfonds bieten einzelne Aktien kaum Diversifikation. Der große Nachteil: Totalverluste sind wesentlich wahrscheinlicher als bei einer Anlage in Investmentfonds. Viele Anleger investieren sowieso von sich aus nur in heimische Märkte. Sei es aus Vertrauen zur eigenen Wirtschaft oder aus anderen Gründen. Viele Deutsche setzen deshalb auch lieber nur auf den Dax, anstatt weitere Indizes miteinzubeziehen.

Das heißt aber nicht, dass Aktien eine schlechte Anlageform sind! Ganz im Gegenteil: Ein Investment in Aktien kann durchaus sehr lohnenswert sein. Damit man jedoch ausreichend diversifizieren kann, ist ein Betrag jenseits der 100.000 Euro notwendig. Und dieser Betrag muss eben zur Verfügung stehen. Eine Utopie für mich als Student und der Grund, dass ich andere Anlageklassen bevorzuge.

Probleme umgehen durch „passiv und langfristig“

Zwei Ansatzpunkte können einen ganz entscheidenden Vorteil bringen:

  1. Passives Investment: Den Markt nicht zwanghaft schlagen wollen.
  2. Langfristiges Investment: Investiert bleiben, auch wenn die Kurse im Keller sind.

Das passive Investment bietet hinsichtlich des Zeitaufwandes und Stresslevels große Vorteile. Liegen lassen und abwarten, so die Devise. Darüber hinaus ist die Minimierung von Transaktionskosten renditefördernd. „Hin und her macht Taschen leer“ heißt es passend. Vorteilhaft ist zudem, dass Ihr nicht am wirtschaftlichen Geschehen interessiert sein müsst. Kein zwanghaftes Lesen von Börsennews mit oft verspäteten Anpassungen des eigenen Depots.

Das langfristige Investment ist sinnvoll, wenn das Geld erst in über 10 Jahren gebraucht wird. Besser sogar noch, wenn es der Altersvorsorge dienen soll und davor nicht angerührt werden soll. Der Gedanke daran, dass die Entnahme erst in beispielsweise 40 oder 50 Jahren fällig ist, kann oft sehr beruhigend sein. Denn selbst wenn das Depot nach einem Jahr mal wirklich schlecht aussieht; was macht das schon für den Wertzuwachs, der in den nächsten Jahrzehnten noch kommen kann und voraussichtlich auch wird?

Ganz klar muss man auch festhalten: Manche haben Spaß an Spielerein mit Einzelaktien und möchten das Geld in erster Linie nicht mit Blick auf maximale Rendite anlegen, da das Vergnügen des Tradings im Vordergrund steht. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, dies sollte von denjenigen allerdings nicht betrieben werden, die das Geld einfach nur sinnvoll investieren wollen.

Warum gerade nicht als Student in Aktien?

Ich habe weder Lust, mein Geld durch wilde Aktienspekulationen zu verbrennen, noch möchte ich jeden Tag 10 Mal in mein Depot schauen müssen, um eventuell blitzartig zu kaufen oder zu verkaufen. Für mich bieten sich andere Strategien an. Ich möchte mein Geld langfristig anlegen es vor sich hin arbeiten lassen. Wertschwankungen sind für mich grundsätzlich kein Problem, da ich eine ausreichende Liquiditätsreserve vorhalte. So kann ich trotzdem in Anlageklassen mit hoher Rendite einsteigen. (siehe Mein Depot)

Das große Problem bei einzelnen Aktien: Sie diversifizieren nicht. Ich müsste mir Tausende Aktien verschiedenster Unternehmen aus unterschiedlichen Regionen kaufen, wenn ich keine Wette auf einzelne Firmen, Branchen oder Regionen eingehen möchte. Studenten und generell junge Menschen legen Geld auch in vergleichsweise geringen Beträgen an. Bei der Anlage kleiner Beträge spielen fixe Transaktionskosten (5 € pro Kauf beispielsweise) eine sehr viel größere Rolle als bei einem Investment mit Tausenden Euro.

Meine Lösung

Langfristig investieren in den gesamten Markt. Beispielsweise mit Indexfonds oder aktiven Investmentfonds, die diese Aktien bündeln und in einen „gemeinsamen Topf“ werfen (siehe ETFs für Studenten – (k)eine gute Idee). Dividenden werden bei der passenden Auswahl der Fonds genauso wie bei Aktien ausgeschüttet.

Ich möchte meine eigene Nervenstärke nicht zu sehr beanspruchen, weil das sehr beeinträchtigend sein kann. Insgesamt habe ich so ohnehin mehr Zeit für die Dinge, die mir wichtiger sind, als das Trading mit einzelnen Aktien. Ich lasse das Geld arbeiten, investiere regelmäßig in die gleichen Fonds und hoffe darauf, dass das Depot in einigen Jahren deutlich an Wert zugenommen hat.

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Bleibt auf dem Laufenden!

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