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Welche ETFs für Studenten?

Geldscheine Dollar

Die Entscheidung des Studenten, in ETFs zu investieren, ist gefallen. Jetzt geht es an die Auswahl der einzelnen Indexfonds. Wie viele ETFs sollen es sein? Welche Strategie ist die richtige? Welche ETFs kombiniere ich sinnvoll miteinander und wie erreiche ich eine gute Diversifikation bei geringen Kosten und niedrigem Aufwand? Ich zeige Euch sinnvolle Möglichkeiten, wie Ihr Eurer Ziel erreichen könnt!

Zunächst ist festzuhalten: Viel wichtiger als die Wahl der ETFs ist es, sich mit der eigenen finanziellen Lage auseinanderzusetzen und zu entscheiden, wie viel man investieren möchte. Sind Einnahmen und Ausgaben sowie Kapitalbestand ausreichend betrachtet worden, folgt der Schritt, um den es an dieser Stelle gehen soll: Welche ETFs sind für Studenten geeignet?

Es wird betrachtet, welche grundsätzlichen ETFs in Frage kommen (MSCI World, MSCI EM, Dividenden-ETFs, ETFS auf den DAX etc.). Für den direkten Vergleich verschiedener ETFs auf den MSCI World zum Beispiel sei auf den Artikel Welcher ETF MSCI World für Studenten? verwiesen.

Welche Strategie?

Nicht nur für Studenten, auch für andere Investoren, die eine langfristige Kapitalanlage (mit ETFs) anstreben, ist eine breite Diversifikation zu empfehlen. Was bedeutet das konkret?

Beispiel

Kauft man eine Aktie eines einzelnen Unternehmens in seiner Region, so hängt die Wertentwicklung des Investments allein von diesem einen Unternehmen ab. Kauft man Aktien von Unternehmen A und Unternehmen B zu gleichen Anteilen, so gibt es die Möglichkeit, dass die Wertentwicklungen sich gegenseitig ausgleichen. Steigt Unternehmen A um 5 Euro, während Unternehmen B um 5 Euro sinkt, so steht man in Summe bei null. Ein Depot aus diesen zwei Aktien ist diversifizierter, als wenn man „alles auf ein Pferd“ setzt. Das gleiche Spiel lässt sich beliebig fortführen: Man könnte mehr Unternehmen hinzunehmen oder andere Regionen auswählen. Selbst wenn man jedes Unternehmen Deutschlands im Depot hat, so ist man doch noch schlecht diversifiziert, wenn es darum geht, die Entwicklung der Weltwirtschaft abzubilden. ETFs bieten in dieser Hinsicht viel Potenzial, da sie beliebige Indizes nachbilden können. Und zwar ohne, dass alle Einzelaktien eigens gekauft werden müssten.

ETF auf Deutschland, die USA oder die ganze Welt?

Möchtest Du eine Wette darauf eingehen, dass Deutschland (ETF auf den DAX) besser abschneidet als der Rest der Welt? Oder wird die USA besser abschneiden? Vielleicht entwickelt sich auch die Daimler-Aktie besser als der Rest der Welt… Aber wer weiß das schon? Und da sind wir wieder beim Ausgangspunkt. Wer eine strategisch günstige Anlage tätigen will, der ist mit Diversifikation besser bedient, als mit Spekulationen zu einzelnen Firmen, Branchen oder Regionen. Und darum ist die einfachste und effektivste Art des Investments, in einen breit gestreuten ETF zu investieren.

Die ganze Welt in meinem Depot

Wer eine möglichst gute Diversifikation erreichen möchte, für den kommen Lösungen mit einem einzelnen ETF oder einer Kombination mehrerer ETFs infrage.

Ein-ETF-Lösung (TER: 0,4 – 0,6 % p.a.)

Anlagekapital < 2.000 €

100 % MSCI All Country World Index (MSCI ACWI)

Der MSCI World ACWI bildet die Wertentwicklung aus 23 Industrieländern und 24 Schwellenländern ab. Er setzt sich aus dem MSCI World (Industrieländer) und dem MSCI Emerging Markets (Schwellenländer) zusammen. Die Gewichtung ist dabei folgendermaßen: Industrieländer 11 % und Schwellenländer 89 %. Er beinhaltet etwa 2500 Unternehmen und damit ungefähr 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung. Die Lösung mit einem ETF ist etwas teurer, als die im Folgenden vorgestellte Zwei-ETF-Lösung. Dafür ist ein einziger ETF äußerst einfach zu handhaben.

Zwei-ETF-Lösung (TER: 0,15 % – 0,75 % p.a. ) siehe Mein Depot

Anlagekapital > 2.000 €

80 % MSCI World

20 % MSCI Emerging Markets

Der MSCI World ACWI lässt sich recht einfach nachbilden, indem MSCI World und MSCI Emerging Markets als zwei Positionen ins Depot gekauft werden. Die genauen Gewichtungen können dabei nach Belieben angepasst werden. Eine 80/20-Lösung ist eine oft gewählte Möglichkeit. Ob es dann letzten Endes 80/20 oder 85/15 sind, spielt für die Gesamtperformance eine untergeordnete Rolle und kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen. Selbstverständlich kann auch der ACWI genau mit 89/11 nachgebaut werden, um die Marktkapitalisierung genau abzubilden.

Drei-und-mehr-ETF-Lösung

Anlagekapital > 100.000 €

Varianten, bei denen mehr als zwei ETFs betrachtet werden, spielen erst ab größeren Anlagesummen (100.000 +) eine Rolle, weshalb sich der zusätzliche Aufwand für Strategie und Rebalancing für Studenten kaum lohnt. Vorteilhaft ist, dass die Kosten für das Depot geringer gehalten werden können und eigene Vorlieben bezüglich Gewichtung der ETFs vorgenommen werden können – ob das sinnvoll ist oder nicht, ist eine andere Frage.

Thesaurierend oder ausschüttend?

Welche Zielsetzung hat der Student bei seinem Investment in ETFs? Möchte er einfach nur etwas Geld auf die Seite legen und das Depot wachsen lassen oder ist es das Ziel, passives Einkommen zu generieren? Aus dieser Fragestellung ergeben sich offene Punkte, die in den Artikeln: Welcher MSCI World für Studenten? und Welcher MSCI EM für Studenten? sowie Studenten ETFs: Ausschüttend oder thesaurierend? geklärt werden.

Ich persönlich setze auf eine ausschüttende Lösung mit 80% MSCI World und 20% MSCI Emerging Markets. Die Wertentwicklung und aktuelle Gewichtung gibt es bei Mein Depot.

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3. Schritt: Eröffne ein eigenes Depot und beginne zu investieren!

Meine Vermögensstruktur des damaligen Zeitpunktes, Einnahmen und Ausgaben etc. findet Ihr im Folgenden:

Das Studenten Depot – Februar 2017

Meine Transaktionen

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