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Ausgangssituation: Mit wenig Kapital zum dicken Depot

Junge Leiter Himmel

Ich bin 22 Jahre alt, momentan noch Student, habe bald ein abgeschlossenes Bachelorstudium und werde danach direkt berufstätig werden. Dass man als Student nicht unbedingt viel Geld auf die Seite legen kann, sieht man vielleicht schon an meinem Studenten Depot. Muss man aber auch gar nicht unbedingt, wie ich finde.

Reich werden mit wenig Geld? Wie werde ich reich ohne Geld? Schnell reich werden? Auf diese Fragen kann die Artikelserie ABSOLUT KEINE ANTWORT LIEFERN. Solche Träumereien werden in den wenigsten Fällen klappen, denn: Vermögensaufbau ist im Regelfall ein langfristiger Prozess. Selbst als Gutverdiener wird man nicht von heute auf morgen reich. Das muss zwar auch gar nicht das Ziel sein, wie hier bereits beschrieben wurde: Studenten und finanzielle Freiheit – nicht geil. Wohlstand ist meines Erachtens nach dennoch ein erstrebenswertes Ziel.

Gliederung der Artikelserie ETFs auf Kredit.
  1. Einleitung Artikelserie: ETFs auf Kredit
  2. Ausgangssituation: Mit wenig Kapital zum dicken Depot
  3. Aktien kaufen mit Wertpapierkredit – ich bin nicht irre!
  4. ETFs mit Annuitätendarlehen: harte Zahlen
  5. Blitzupdate zum ETF-Kauf auf Kredit
  6. Mein neues Leben auf Pump und erstaunliche Wahrscheinlichkeiten
  7. Aktienkauf mit Ratenkredit und Wertpapierkredit ­– Kombination der Götter
  8. Haus auf Kredit? Nö, aber Aktien – knallharter Vergleich
  9. Meine Erfahrung – Kredit aufnehmen als Student
  10. Der Fernseher auf Raten macht mich reich
  11. Ultimative Selbsttilgungstabelle 1 – ETFs auf Kredit
  12. Break-even: Aktienrendite vs. Zinssatz beim Investmentkredit
  13. Selbsttilgungstabelle 2
  14. Break-even 2
  15. Mein größtes Problem beim Investieren auf Kredit
  16. Meine Entscheidung: Investiere ich auf Pump?

Was will ich Dir sagen?

Der Titel zielt nicht darauf ab, dass man mit niedrigem Einkommen schnell Wohlstand erreichen kann. Es geht vielmehr darum, dass man im Alter geringen Einkommens das zukünftig zu erwartende Einkommen (das NICHT aus dem Beruf kommt) stark erhöhen kann.

Auch wenn Du heute wenig verdienst und kaum etwas auf der Seite hast, kannst Du also wenigstens dafür sorgen, dass sich das mittel- bis langfristig drastisch ändert. Weitgehend unabhängig von Deinem Beruf.

Ein kleines Beispiel

Vergleich zweier Studenten, die ins Berufsleben einsteigen und nach einem Jahr im Job Bilanz ziehen. Jahresbrutto etwa 55.000 €.

1 Unser Musterstudent Ott-Manfred wird berufstätig, nimmt eine eigene Wohnung und verpulvert das restliche Geld. Einfach, weil er es kann. 😉

2 Unsere Musterstudentin Brundhilde-Anastasia wird auch direkt berufstätig und lebt im ersten Jahr daheim, hat allerdings keinen Bock, ihr hart verdientes Geld direkt aus dem Fenster zu werfen. Sie lebt das eine Jahr Bikini rotwie in Studentenzeiten und gibt 6.000 € aus. Das Nettojahresgehalt liegt wie bei Ott-Manfred etwa bei 31.000 €. Das ist ordentlich für den Berufseinstieg, allerdings keinesfalls unrealistisch (siehe mein Gehalt). Sie hat am Jahresende die Differenz von 25.000 € im Depot – ganz ohne Wertzuwachs.

Brunhilde möchte lieber mehr baden und weniger arbeiten. Das Geld arbeitet ja immerhin für sie.

Bilanz ziehen

Brunhilde-Anastasia hat bei einer erwarteten Rendite von 7 % einen jährlichen Wertzuwachs von 1.750 €. Das sind etwa 150 € im Monat. Für immer. Und dieser Wertzuwachs steigt durch den Zinseszins-Effekt von Jahr zu Jahr.

Ott-Manfred hat kein Depot und damit auch keinen Wertzuwachs. Und natürlich keine 25.000 €. Und das nur dadurch, dass Brundhilde-Anastasia ein einziges Jahr ihren Lebensstandard nicht erhöht hat.

Dieser Ansatz ist zwar ganz nett und man sieht, dass dieser einjährige „Verzicht“ ein ordentlich wachsendes Vermögen bedeutet. Aber es ist und bleibt Verzicht. Zum anderen wird ein recht gutes Gehalt vorausgesetzt.

Was kann ich grundsätzlich tun, um zukünftig mehr Geld zu haben?

Ansätze gibt es zunächst mal zwei. Ganz konventionell:

  • Einnahmen erhöhen
  • Ausgaben senken

Bei der Kombination dieser beiden Ansätze wird man einen langen Atem benötigen beim Vermögensaufbau. Ist nicht unbedingt schlimm. Aber wieso sollte man es nicht beschleunigen? Mathematisch gibt es nämlich eine schön einfache Lösung. Und da kommt ein eher unkonventioneller Ansatz ins Spiel:

Wertpapiere kaufen auf Kredit.

Man stelle sich nur mal vor: In der Niedrigzinsphase mit minimalen Kreditkosten Wertpapiere kaufen und beispielsweise statt 25.000 € im Depot nach einem Jahr schon 50.000 € im Depot haben.

Dann wäre Brundhilde-Anastasia dem Ott-Manfred sogar um 300 € im Monat voraus. Ohne wirklich einen Finger krumm machen zu müssen. Und aus diesen 300 € werden nach einigen Jahren 500 €, 1000 € und nach drei bis vier Jahrzehnten sogar 3.000 € an durchschnittlichem monatlichem Wertzuwachs. Unabhängig vom Beruf. Bis in alle Ewigkeit.

Nur durch einmalige 50.000 €.

Nur mit einem (hier erst mal die Annahme: kostenlosen) Kredit, also ohne selbst zu sparen, wäre Brunhilde-Anastasia dem Ott- Manfred trotzdem um 150 € Wertzuwachs im Monat voraus. Und ich muss sagen: 150 € Mädchen Wasserim Monat sind für den Anfang wirklich nicht wenig. Das kumuliert sich über die Jahre hinweg und wird immer beachtlicher. Teilweise wird sich der Kredit durch Ausschüttungen sogar von selbst tilgen. Aber dazu kommen wir später noch im Detail.

Ich höre schon die ersten schreien.

Und das vielleicht zurecht. Klar ist: Kredite kosten Geld, Kredite bergen Risiken. Diese kurze Berechnung ist komplett statisch und lässt etwaige Wertschwankungen erst mal außer Acht. Je nach Kreditart kann man darüber hinaus das komplette Geld verlieren, Schulden ohne Ende aufbauen und so weiter.

Das lässt sich aber alles vermeiden. Man muss nur wissen wie und die – zur jeweiligen Lebenssituation – passenden Kreditarten auswählen. Und genau deshalb möchte ich mich in dieser Artikelserie eingehend mit dem Thema beschäftigen, um die Problematik ganzheitlich zu betrachten.

Dieser kleine Beitrag dient erst mal nur dazu, die Grundsatzidee darzustellen.

Es geht hier im ersten Schritt um ein Gedankenspiel. Die theoretische Betrachtung mit der dahinterstehenden Mathematik wird in kommenden Artikeln als Basis dienen. Danach kommen Faktoren, die das Investieren auf Kredit zum Traum oder auch zum Albtraum werden lassen können. Seid gespannt!

Kleine Beispiele zur groben Idee

Wie würde es sich auf mein zu erwartendes Vermögen auswirken, wenn ich bereits jetzt damit anfange, mittels Wertpapierkredit zu hebeln?

Und wie würde es sich auf mein zu erwartendes Vermögen auswirken, wenn ich bereits jetzt damit anfange, regelmäßig Ratenkredite in einer Höhe von etwa 5.000 – 10.000 € aufzunehmen?

Die Idee ist im Grundsatz eine altbekannte: Wertpapierkauf auf Kredit.

Und das rate ich jetzt jungen Menschen? Auf gar keinen Fall. Ich möchte mich im Rahmen der Artikelserie nur damit beschäftigen, etwas reflektieren und würde gerne Deine Meinung dazu hören.

Nochmals:

Das ist in keinem Fall eine Antwort auf Dinge wie „Schnell reich werden mit Aktien“, „Reich werden ohne Arbeit“, „Mit welcher Aktie werde ich reich“ und was es da alles an Hirngespinsten gibt. Es gehört eine Menge Disziplin und Sachverständnis dazu und kann nur als Ergänzung zum „normalen“ Investieren verstanden werden.

Im nächsten Artikel geht es dann etwas mehr zur Sache. 🙂

Dein Depotstudent Dominik

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2 Kommentare

  1. Hallo Dominik,

    sich mit Investitionsmöglichkeiten und -Wegen zu beschäftigen, finde ich immer gut. Ob es schlussendlich sinnvoll ist oder nicht, werden deine Analysen hoffentlich aufzeigen. Selbst wenn Du herausfindest, dass das Risiko zu hoch / die Rendite zu gering sein sollten, lohnt sich der Aufwand zwecks Bildung der finanziellen Intelligenz auf jeden Fall.

    Eine Frage zum Markteintritt:

    Hebelfunktionen können deinen Reichtumsaufbau verschnellern, aber bergen auch größeres Risiko. Wenn man sich den derzeitigen Buffett indicator anschaut, ist der Markt so gierig wie noch nie (146,3%).
    Wie gehst Du damit um?

    https://www.gurufocus.com/stock-market-valuations.php

    liebe Grüße,

    Johan

    1. Hallo Johan,

      danke für Deine Anregung. Das ist ein wichtiger Punkt, der auch ohne Hebel seine Berechtigung hat. Als passiver ETF-Investor müsste die Antwort in der Theorie erst mal lauten: Eintritt egal.

      Aber zunächst mal direkt zum Buffett-Indikator: Was sagt er letztlich aus oder wozu wird er verwendet? Eigentlich verwendet man ihn nur, um zu erkennen, ob die Kurse verhältnismäßig hoch stehen oder nicht. Also um allgemeine Über- oder Unterbewertungen festzustellen. Mehr nicht und das heißt auch: Er kann kein Indikator dafür sein, ob der Markt in den nächsten paar Jahren steigen oder fallen wird.

      Dabei ist wichtig: Die Stimmung bestimmt die Kurse, nicht die Wirtschaft. Die Wirtschaftslage bedingt die Stimmung natürlich indirekt, allerdings gilt dieser Zusammenhang nur sehr mittelbar und verzögert. Vielleicht bleibt die Stimmung die nächsten 10 Jahre gut o.ä. – wer weiß. Solchen Indikatoren messe ich nicht allzu viel Wert bei, denn:

      Ich vertraue dem Markt (bei diesem Thema) nur in zweierlei Hinsichten: Langfristig steigt er und der nächste Crash kommt bestimmt. Wann er kommt und wann sich die Kurse erholt haben werden, ist nicht vorauszusehen. Manche Indikatoren können zwar Anhaltspunkte liefern, sind oft jedoch recht unzuverlässig und lassen keine Schlüsse auf die Zukunft zu.

      Buffett sagt ja selber, dass er nicht voraussehen kann, ob der Markt beispielsweise in zwei Jahren höher oder tiefer steht.

      Würde ich aufgrund es Buffet-Indikators heute nicht auf Kredit investieren, dürfte ich konsequenterweise auch nicht ohne Kredit investieren, bevor der Indikator sich nicht ausreichend in die andere Richtung verändert.

      Ich probiere mich nicht an Market Timing, erkenne das Risiko des schlechten Einstiegszeitpunktes aber natürlich an. Weshalb für mich nur eine Möglichkeit übrig bleibt, um das Risiko (trotz Hebels) zu begrenzen: Nicht heute mit 100.000 € hebeln, sondern lieber periodisch investieren für einen gewissen Cost-Average-Effekt bzw. zur Glättung des Einstiegskurses.

      Kommt aber auch noch in folgenden Beiträgen.

      Gute Anregung!

      Grüße
      Dominik

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